Die erste Mai-Woche: Hagen und die Europäer

Hagen. (san) Traditionell am 1. Mai zieht es die Gewerkschaftler raus auf die Straße. Und so begann auch die Woche mit einer DGB-Kundgebung, die mit einer Versammlung im Volkspark ihren Höhepunkt nahm. Ob Bildung, Rente oder Steuern – die soziale Gerechtigkeit in ihren verschiedenen Facetten hatten sich die Redner an der Konzertmuschel zum Thema gemacht, umrahmt von einem kulturellen und kulinarischen Rahmenprogramm.

Europa-Miteinander
Und mit Beginn des Monats fiel auch der Startschuss für die Hagener Europawochen. Im gesamten Mai wird es zahlreiche Veranstaltungen geben, die das europäische Miteinander herausheben. Gleich in dieser ersten Woche haben sich Menschen aus Hagen aufgemacht zu einer mehrtägigen Klima-Busfahrt, eine andere Exkursion geht nach Bonn zum Thema „60 Jahre Römische Verträge“. Beendet werden die Hagener Europawochen mit einer großen Präsentation im Kultopia, wo 80 Jugendliche aus sechs verschiedenen Ländern ihre Handy-Videos zur „No Hate-Speech-Kampagne“ vorstellen.
Auch das ist Europa
Europa ist allerdings in Hagen auch immer ein Stichwort fürs genaue Hinschauen: Regelmäßig werden seit einiger Zeit die Zuwanderer aus Südosteuropa behördlich kontrolliert. So haben auch in dieser Woche Mitarbeiter der Ausländerbehörde, des Stadtordnungsdienstes, der Polizei, des Jobcenters und der Wohnungsaufsicht zehn Häuser mit insgesamt 218 gemeldeten Personen in Altenhagen und Wehringhausen ausländer- und melderechtlich unter die Lupe genommen.
Die Ausländerbehörde stellte dabei elf Ausweisdokumente sicher, da die angetroffenen Hausbewohner nicht gemeldet sind. Bei fünf nicht mehr dort wohnhaften Personen lag keine Abmeldung vor.
Das Jobcenter wird in diesen sowie in einigen anderen Fällen Leistungseinstellungen überprüfen, um möglichen Leistungsmissbrauch einzudämmen. Darüber hinaus konnte die Polizei zwei Haftbefehle vollstrecken, sowie eine Aufenthaltsermittlung durchführen. Vorgefundene Müllproblematiken und Wohnungsmängel werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Das Gesundheitsamt hat sich wegen zunehmender Masernfälle unter den Bewohnern eingeschaltet.