Die Sommerzeit kommt: Wir drehen wieder an der Uhr

Die Sommerzeit kommt an diesem Wochenende und mit der Zeitumstellung haben viele Menschen Probleme. (Foto: moodboard / Corbis)

Die Sommerzeit kommt an diesem Wochenende und mit der Zeitumstellung haben viele Menschen Probleme. (Foto: moodboard / Corbis)

Hagen (Red./AnS) Auch wenn es bis zum Sommer noch etwas dauert, die Sommerzeit ist fast da. Immer am letzten Wochenende im März – in diesem Jahr in der kommenden Nacht vom 25. auf den 26. März – werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Nicht jeder ist darüber erfreut, denn die Zeitumstellung ist für manchen belastend, weil sie den Tagesrhythmus verändert. Frauen leiden meist mehr als Männer.

Jeder Mensch folgt seiner inneren Uhr und die lässt sich nicht ohne weiteres verstellen. Die Folgen durchgreifender Rhythmusänderungen kennen wir zum Beispiel vom so genannten Jetlag, aber auch bei Schichtarbeit. „Die innere Uhr folgt dem natürlichen Wechsel von Tag und Nacht. Die Umstellung auf die Sommerzeit verändert diesen fließenden Rhythmus abrupt“, erklären Gesundheitsexperten.
Der Wechsel von Hell und Dunkel bestimmt unser Leben. Er steuert unseren Hormonspiegel und damit unsere körperlichen und geistigen Aktivit
äten. Viele Menschen erleben daher die Zeitumstellung als Eingriff in natürliche Abläufe und damit belastend. Weil die meisten Menschen „Nachteulen“ sind, also später zu Bett gehen und morgens länger schlafen, wird die Umstellung im März deutlicher wahrgenommen als die im Oktober, wenn die Uhr eine Stunde zurückgestellt wird. Manche Menschen reagieren deshalb vorübergehend mit Schlafproblemen, Unwohlsein oder – in seltenen Fällen – auch Kreislaufproblemen. Vor allem für Menschen, die ohnehin unter Schlafstörungen leiden, können die Folgen der Umstellung unangenehm sein, sie haben Probleme, abends einzuschlafen, sind tagsüber müde und gereizt.
Sport treiben tut gut
Sport treiben tut gut, weil das Stress abbaut, leichte Kost am Abend, das erleichtert das Einschlafen und verbessert die Schlafqualität, und zumindest für den Übergang macht es Sinn, den Tag bewusst zu strukturieren. Schlaf- oder Aufputschmittel sind keine Lösung. Meist hat man sich nach ein paar Tagen an den neuen Rhythmus gewöhnt.
Ein paar weitere Tipps helfen Eltern, sich einzustimmen:
Babys reagieren
Babys und Kleinkinder reagieren ebenfalls gelegentlich sensibel auf Veränderungen durch die Zeitumstellung.
In der Folge können sie quengelig sein. Denn mit dem zeitlichen Rhythmus ändert sich zum Beispiel auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. So gerät vorübergehend der gesamte Tages-Rhythmus durcheinander und bereitet Anpassungsschwierigkeiten.
Toben macht müde
Frische Luft und ausreichend Bewegung machen Kinder nicht nur glücklich, sondern auch müde. Das ist in den Tagen der Zeitumstellung besonders wichtig. Sorgen Sie also durch Aktivitäten im Freien dafür, dass Kinder sich austoben können. Klettern auf dem Spielplatz, eine Exkursion in den Wald, Ballspiel oder Fangen sind körperlich fordernde Aktivitäten, die nicht nur dem Kind dabei helfen, abends eine Stunde eher einzuschlafen. Planen Sie aber trotzdem Zeit zur Entspannung ein, Herumtoben am Abend ist kontraproduktiv.
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind an diesen Tagen nicht übermäßig viel Mittagsschlaf hält. Auch wenn es schwer fällt: Wecken Sie es lieber. Sonst ist es abends nicht mehr müde, schläft zu spät ein und bekommt morgens erst recht Probleme mit dem Aufstehen.
Vorbereitung ist alles
Erfahrene Eltern wissen: Was am Vorabend schon erledigt wurde, muss man morgens nicht mehr machen. Wer also den Obstsalat fürs Frühstück schon abends geschnippelt, die Schulbrote schon fertig im Kühlschrank deponiert und die Kleidung für den nächsten Tag schon rausgelegt hat, der kann den Morgen wesentlich entspannter angehen.
Ein heißer Tipp für Eltern
Ein starker und richtig leckerer Kaffee macht müde Eltern munter. Und wer dabei gleichzeitig noch ein bisschen Zeit einsparen möchte: Statt zuhause kann man ihn natürlich auch ganz entspannt als Coffee-to-go für den Weg zur Arbeit einplanen.
Mit Schwung in den Tag
Helligkeit hilft beim Wachwerden. Schalten Sie morgens möglichst viel Licht an – zumindest sofern die Sonne beim Wecken noch nicht scheint. Auch mit schmissiger Musik kann man schwungvoll in den Tag starten.
Versuchen Sie, den morgendlichen Stress in der Rushhour zu begrenzen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber – soweit möglich – eine flexible Anfangszeit.
(Quelle: Viactiv/Betreut.de)