Diese Woche in Hagen: Nur wenig Besinnliches

Hagen. (san) Außer, dass in dieser Woche der Hagener
Weihnachtsmarkt – bei wenig Glühwein-freundlichen Temperaturen – seine Pforten
öffnete, gab es wenige Momente der Besinnlichkeit. Gleich in der Nacht zu
Freitag traf auch die Wucht des ersten stärkeren Herbststurms „Mirja“ die
Budenstadt, einige Dekorationen mussten wieder eingesammelt werden.
Rückzug
Froh war man in den letzten Wochen seitens der Stadt, mit Dominique Caron
endlich eine Intendanten-Kandidatin für die kommende Theater-Spielzeit gefunden
zu haben. Doch sie teilte nun in allerletzter Minute gegenüber dem Vorsitzenden
des Aufsichtsrates, Sven Söhnchen, und der Kulturbeigeordneten Margarita
Kaufmann mit, dass sie ihre Bewerbung um die Intendanz beim Theater Hagen
zurückziehe. Das Theater Hagen muss sich nun auf die neue Situation einstellen
und Wege finden, dennoch die Spielzeit 2017/2018 planen zu können.
Salafisten-Razzia
Eine NRW-weite Razzia der Polizei richtete sich in dieser Woche gegen die
Salafisten-Szene im Land. Auch in Hagen wurden Wohnungen durchsucht. Der Verein
„Die wahre Religion“, der nun verboten ist, gilt als Hort islamistischer
Propaganda, die auf die Radikalisierung junger Menschen abzielt. In vielen
Städten sind die Mitglieder oft an Ständen vertreten, an denen sie unter dem
Motto „Lies!“ kostenlos Korane verteilen, so auch regelmäßig in der Hagener
Fußgängerzone.
Neue Schenker-Struktur
Für über 150 Mitarbeiter des Hagener Logistik-Unternehmens Schenker gab es in
diesen Tagen eine unliebsame Nachricht für ihre berufliche Zukunft: Sie müssen
demnächst nach Dortmund oder Lüdenscheid zur Arbeit fah­ren. Der Sitz an der
Berliner Straße in Kückelhausen wird aufgegeben. Die Umstrukturierungsmaßnahmen
der Firma reihen sich ein in diejenigen von Douglas, Nordwest und Putsch bereits
zuvor. Auch diese Hagener Unternehmen haben durch Wegzug von Teilbereichen die
Zahl der Beschäftigten in der Stadt deutlich verringert.