Dieser Herbst in Hagen wird mörderisch spannend

„Mörderischer Herbst“: Ein spannendes Programm mit Lesungen, Theater und Trödel wartet auf die Besucher in der Stadtbücherei auf der Springe. (Foto: ksenia makagonova/unsplash.com)

Hagen. Bereits zum dritten Mal bereitet die Stadtbücherei auf der Springe ihren Besuchern einen spannungsgeladenen Herbst. Unter dem Motto „Mörderischer Herbst“ finden vom 6. bis 18. November zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Kinoveranstaltungen, Improvisationstheater und ein Krimitrödel in den Räumen auf der Springe statt. Unter anderem sind die Bestsellerautorinnen Petra Hammesfahr und Sabine Thiesler zu Gast.

Krimitrödel

„Blinddate mit einem Krimi“ heißt es während der gesamten Veranstaltungsreihe beim Büchertödel. Denn bereits der Buchkauf sorgt für Spannung: Der Trödelkäufer erfährt lediglich den ersten Satz der in Einpackpapier gewickelten Krimis und weiß nicht, welches Buch er überhaupt kauft. Die Krimis und Thriller werden für einen kleinen Beitrag angeboten. Zum Auftakt des Krimitrödels am Dienstag, 6. November, gibt es zwischen 14 und 17 Uhr Kaffee und Kuchen.

Erster Kinoabend: „Tod auf dem Nil“

„Literatur und Kino“: Zu einem Filmabend mit der spannenden und aufwändig ausgestatteten Verfilmung des gleichnamigen Kriminalromans „Tod auf dem Nil“ aus dem Jahr 1977 von Agatha Christie lädt die Stadtbücherei auf der Springe am Mittwoch, 7. November, um 19.30 Uhr ein.

Der exzentrische belgische Meister-Detektiv Hercule Poirot (Sir Peter Ustinov) unternimmt in Begleitung seines alten Freundes Colonel Race eine Schiffstour auf dem Nil. Als die schöne Linnet ermordet wird, ist Poirots detektivischer Spürsinn gefordert: Alle Mitreisenden stehen mit der Ermordeten in irgendeiner Verbindung und haben jeweils ein Mordmotiv. Als schließlich noch das Dienstmädchen Louise Bourget und daraufhin Salome Otterbourne ermordet werden, steht Hercule Poirot vor einer äußerst schwierigen Aufgabe.

Vom Roman zum Film

Vor dem rund 100-minütigen Film beschreibt Bibliothekarin Andrea Steffes kurz und unterhaltsam den Weg von der 1937 entstandenen Vorlage der Autorin Agatha Christie bis zu dem von der Filmkritik gelobten Film und gibt Hintergrundinformationen. Der Eintritt beträgt 5 Euro an der Abendkasse (Einlassab 19 Uhr). Partner des Filmabends ist das Kino Babylon.

Sabine Thiesler: „Zeckenbiss“

Eine Lesung der Bestsellerautorin Sabine Thiesler aus ihrem Roman „Zeckenbiss“ findet am Donnerstag, 8. November, um 19.30 Uhr statt.

Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon.
Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt.

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher für das Fernsehen. Bereits mit ihrem ersten Roman und später mit weiteren Krimis stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten.

Im Anschluss an die Lesung kann man sich den vorgestellten Krimi von Sabine Thiesler signieren lassen. Der Eintritt beträgt 10 Euro, Einlass ist ab 19 Uhr.

Improvisationstheater: „Drei – zwei – eins – Mord“

Das erfolgreiche Improvisationstheater „Emscherblut“ ist am Samstag, 10. November, um 19.30 Uhr mit dem Stück „Drei – zwei – eins – Mord“ in der Stadtbücherei auf der Springe zu Gast.

Auf Zuruf bestimmt das Publikum Themen, Orte, Tätigkeiten oder Gefühle der Schauspieler. Und weil es in der Stadtbücherei Hagen um Mord und Totschlag geht, dürfen Begriffe wie Leiche, Mörder oder dunkle Gasse nicht fehlen. Und schon entstehen durch die acht pfiffigen Schauspieler aus Dortmund spannende oder witzige, aber immer spontane bühnenreife Szenen. Zwei begnadete Musiker untermalen das Stück und lassen die schaurigen Geschichten noch unheimlicher klingen.

Das Improtheater Emscherblut, gegründet 1987, ist seit 30 Jahre auf Tour, wurde in dieser Zeit zweimal deutscher Meister im Improtheater und war Gast bei zahlreichen Festivals in Berlin, Hamburg und im europäischen Ausland.

Der Eintritt beträgt im Vorverkauf und an der Abendkasse 10 Euro. Einlass ist ab 19 Uhr.

Zweiter Filmabend: „Mord im Orient Express“

„Literatur und Kino“ heißt es wieder am Mittwoch, 14. November, um 19 Uhr mit der Verfilmung „Mord im Orient Express“ nach Agatha Christie.

Für die Rückreise von einem seiner Fälle nimmt Hercule Poirot (Kenneth Branagh) den legendären Orient-Express. An eine gemütliche Zugfahrt ist aber nicht lange zu denken, stattdessen hat der berühmte Meisterdetektiv bald wieder Arbeit: Ein Passagier wird ermordet und damit ist klar, dass einer der übrigen Reisenden der Täter sein muss. Poirot muss mehr über das Opfer herausfinden – und sich beeilen, damit der Killer nicht nochmal zuschlägt.

Wie der Film enstand

Vor der Filmvorführung gibt Bibliothekar Markus Suplicki einen kurzen Einblick in die Entstehung des Films, angefangen beim Roman. Die Verfilmung dauert 134 Minuten. Der Eintritt beträgt 5 Euro an der Abendkasse, Einlass ist um 18.30 Uhr. Das Kino Babylon ist abermals Partner.

Petra Hammesfahr zu Gast

Aus ihrem neusten Roman „Als Luca verschwand“ liest Krimiautorin Petra Hammesfahr am Samstag, 17. November, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe.

Die junge Mel ist im Drogeriemarkt mit der Auswahl eines Lippenstiftes beschäftigt, als ihr kleiner Sohn Luca verschwindet. Hat ihn die merkwürdige Frau vor dem Schaufenster, die Lucas Bruder einen Lolli schenkte, aus dem Kinderwagen genommen? Warum ließ Mel ihr Baby an einem eisigen Januartag im Wagen draußen vor dem Laden stehen? Oder hatte sie Luca gar nicht dabei?

Ein heikler Fall für Kommissar Klinkhammer, denn er kennt die Familie gut und weiß, dass es in Mels Ehe nicht zum Besten steht. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen Lucas Verschwinden und den Problemen der Eltern? Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Luca überlebt.

Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller „Der stille Herr Genardy“ bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt. Der Roman „die Sünderin“ wurde unter dem Titel „The Sinner“ mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche Netflix-Serie produziert.

Exemplare der vorgestellten Krimis kann man von der Autorin signiert werden lassen.Der Eintritt beträgt 10 Euro, der Einlass ist ab 19 Uhr.

Matinee mit Krimivorstellungen

Zur Matinee mit dem Titel „Die Buchprüfer – dem Mörder auf der Spur!“ lädt die Stadtbücherei auf der Springe am Sonntag, 18. November, um 11 Uhr ein. Diese Matinee verspricht spannend zu werden, denn vier Podiumsgäste stellen ihre neuen Lieblingskrimis vor: Die Chefredakteurin von Radio Hagen, Cordula Assmann, der Apotheker und Kulturliebhaber Dr. Klaus Fehske, die Kultur-Beigeordnete Margarita Kaufmann und der Kulturausschussvorsitzende Sven Söhnchen.

Moderiert wird die Matinee von Stefan Keim, Journalist und Kulturkritiker. Das Frauen­quartett „Cést la Vie“ sorgt mit eigens einstudierten Moritaten zwischendurch für Entspannung. Der Eintritt ist frei, Einlass ab 10.30 Uhr.