Eine Raupe im giftigen Gewand

Hagen. Die in den Nachtstunden fliegenden Falter sind unscheinbar. Aber ihre Raupen haben es in sich. Die Rede ist vom Eichenprozessionsspinner, einem Kleinschmetterling, der sich seit einigen Jahren stark vermehrt. Die kleinen Brennhaare der Raupen sondern ein Eiweißgift ab. Wenn man die Haare berührt oder einatmet, reizen sie Haut, Augen oder Schleimhäute.

Es kann zu einem unangenehmen Juckreiz und Ausschlag kommen. Besonders betroffen sind dünne Hautpartien im Gesicht, am Hals und an der Innenseite der Ellenbogen. Auch Asthma-Anfälle können ausgelöst werden. Deswegen sollen vor allem Kinder und Allergiker Gegenden meiden, in denen die Raupe vorkommt.

Wer unfreiwillig Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner hatte, sollte intensiv duschen und die Kleidung waschen. Raupen und deren Nester müssen von Fachleuten mit Schutzanzug und Atemschutz beseitigt werden. Entwarnung kann erst Ende Juli gegeben werden, wenn sich die Raupen verpuppen und sich in völlig ungefährliche Schmetterlinge verwandeln.