Einsparungen in Hagen möglich?

Hagen. (Red./ME) In seiner Sitzung am Donnerstag, 21. März 2013, wird sich der Rat der Stadt Hagen unter anderem mit dem Thema „Neuordnung der Beteiligungsstruktur“ auseinandersetzen. Im Kern geht es dabei um die Übertragung von Anteilen städtischer Gesellschaften, die aktuell noch von der Stadt Hagen selbst gehalten werden. Neuer Eigentümer soll die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG) werden.

Neben einer angeblichen sofortigen Steuerersparnis von rund 200.000 Euro durch diesen Schritt werden weitere Einsparungen in Höhe von bis zu 1,4 Millionen Euro durch die Nutzung sogenannter Synergie-Effekte erwartet. Will heißen: Durch eine Neuordnung sollen künftig allgemeine Aufgaben (zum Beispiel im Bereich der Buchhaltung oder beim Einkauf), die heute noch parallel nebeneinander in jeder Gesellschaft einzeln abgearbeitet werden, Schritt für Schritt sinnvoll unter dem einen Dach der HVG gebündelt werden.

Neben der Übertragung von städtischen Anteilen in Höhe von 50 Prozent an der Stadthallenbetriebs GmbH sowie von 51,02 Prozent an der Hagener Entsorgungsbetrieb GmbH (HEB) werden zudem – durch die ebenfalls geplante Verschmelzung mit der Gesellschaft für Immobilien und aktive Vermögensnutzung mbH (G.I.V.) – folgende weitere Anteile auf die HVG übergehen: Gesellschaft für Immobilienservice mbH (G.I.S.) = 100 Prozent, Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (ha.ge.we) = 95 Prozent, Hagener Umweltservice- und Investitionsgesellschaft mbH (HUI) = 51 Prozent sowie Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HEG) = 1 Prozent.

Spricht sich der Rat der Stadt Hagen mehrheitlich für diese Neuordnung aus, bleiben alle existierenden Gremien (Aufsichtsräte etc.) der betroffenen Gesellschaften erhalten. Die Politiker brauchen also nicht um ihre „Pöstchen“ zu fürchten. Auch die Tatsache, dass die HVG selbst eine hundertprozentige Tochter der Stadt Hagen ist, „garantiert jederzeit eine städtische Einflussnahme auf anstehende Entscheidungen“, so Oberbürgermeister Jörg Dehm. Betriebsbedingte Kündigungen sollen – sofern der Rat dies beschließt – ausgeschlossen werden. Außerdem sollen bisherige tarifliche und betriebliche Regelungen und Vereinbarungen beibehalten werden. Womit weitere Einsparmöglichkeiten außen vor blieben.