Eintracht Hagen: Pfannenschmidt reist in die Vergangenheit

Tobias Mahncke verlängert um zwei Jahre. (Foto: Marcel Schweppe)

Tobias Mahncke verlängert um zwei Jahre. (Foto: Marcel Schweppe)

Hagen. Eine Reise in die Vergangenheit steht für Niels Pfannenschmidt, Trainer des Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen, am 26. Spieltag an, wenn die Grün-Gelben zur HSG Handball Lemgo II (So., 17) reisen. Bei den Ostwestfalen war Pfannenschmidt zunächst für die Reserve und die Jugend zuständig, ehe er zum Cheftrainer in der angeblich stärksten Liga der Welt aufstieg.
„Ich freue mich einfach, dass wir nach Lemgo fahren, auf viele nette Leute, die ich wiedertreffen darf“, berichtet Pfannenschmidt. Ebenfalls in Lemgo aktiv, wenn auch als Spieler, war Hagens Halbrechter Jan von Boenigk. Im Hinspiel setzte sich der VfL deutlich mit 34:21 durch.

Trotz der vielen „Erinnerungen an alte Zeiten“ und des hohen Hinspiel-Erfolges wird der 43-Jährige aber nicht müde, mahnend den Zeigefinger zu heben. „Der Vorteil, den wir in einigen vorigen Spielen aufgrund unserer Physis und der höheren Zahl an Trainingseinheiten hatten, ist in dieser Partie nicht vorhanden“, betont Pfannenschmidt.
In der Vorwoche hatte die Lemgoer Reserve Spitzenreiter Neusser HV am Rande einer Niederlage. Für den Hagener Übungsleiter keine Überraschung: „Das Ergebnis gegen Neuss bestätigt meine Einschätzung, dass da eine knifflige Aufgabe auf uns zukommt.“
Speziell der Wechsel im Tor von Mark van den Beucken, der im Hinspiel noch glücklos agierte, nun aber ordentliche Leistungen in der ersten Mannschaft zeigt, zu Jonas Maier macht sich deutlich bemerkbar. Weitere Leistungsträger sind Frej Gustav Rydergard, im Vorjahr noch für den TSV Hannover-Burgdorf am Ball, und der Halbrechte Philip Vorlicek, den, so Pfannenschmidt, „die halbe zweite Liga jagt. Aber auch die beiden Außenspieler stehen im Erstliga-Aufgebot und trainieren dort regelmäßig mit.“ Während die Hagener Fans voraussichtlich einen ersten Blick auf Jan König werfen können fällt mit Dominik Waldhof ein weiterer „Neuer“ der Eintracht voraussichtlich aus.
Konzentration hochhalten
Den Schlüssel zu zwei weiteren Zählern sieht Pfannenschmidt ganz klar im Erfolgsrezept der Vorwochen. „Wir müssen da anknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Das bedeutet, dass wir das Tempospiel hochhalten und eine gute Abwehr gegen den starken Rückraum stellen müssen. Wir haben jetzt ein gewisses Niveau erreicht und brauchen uns vor niemandem zu verstecken – was auch der gute Test gegen den BHC bestätigt hat. Allerdings müssen wir mit voller Überzeugung und Konzentration an die Aufgabe herangehen“, erläutert der Trainer.
Eng könnte es personell auf der Kreisläuferposition werden, da der Einsatz von Milan Weißbach und Thomas Rink aufgrund von Blessuren fraglich ist. Julian Renninger wäre dann allein auf der Position.
Mahncke verlängert
Auch in Sachen Vertragverlängerungen ging es in dieser Woche wieder heiß her:
Eine weitere wichtige Personalie hat Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen zu einem positiven Abschluss gebracht: Torhüter Tobias Mahncke verlängert seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis 2019. „Ich fühle mich beim Verein einfach sehr wohl“, berichtet der gebürtige Hamburger, der gerade seine dritte Spielzeit bei den Grün-Gelben beendet. „Es freut mich natürlich, dass er uns erhalten bleibt.
Er ist ein erfahrener Mann, der in der kommenden Spielzeit in der Hierarchie sicherlich noch weiter nach oben aufrücken wird“, betont Trainer Niels Pfannenschmidt hinsichtlich der Bedeutung des Tormannes. „Wir schätzen seine Verlässlichkeit“, ergänzt Sportdirektor Michael Stock, der zudem auf die „Kontinuität im Tor“ verweist, die sich aus der Vertragsverlängerung ergibt.
Bezüglich der Ziele, sowohl persönlich als auch für den Verein, hat der 2,02-Meter-Hüne eine klare Vorstellung: „Ich möchte schnellstmöglich zurück in die 2. Bundesliga und dort ein paar Jahre mit der Eintracht spielen.“ Die Gründe für die Vertragsverlängerung liegen für Mahncke auf der Hand – nicht zuletzt hinsichtlich des schon lange schlummernden Potenzials, das nun Schritt für Schritt freigelegt wird: „Seitdem ich hier bin, hat sich etwas bewegt. Der Verein hat eine klare Vorstellung, will in die 2. Bundesliga.“