Eintracht muss gegen Essen unbedingt punkten

Hagen. Am heutigen Freitag, 18. März, steht für die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen das nächste Heimspiel an. Das Team von Lars Hepp empfängt Tusem Essen. Das Team aus dem Ruhrgebiet ist aktuell Zehnter und kann weder in das Aufstiegsrennen eingreifen noch in Abstiegsgefahr kommen. Auswärts hat Tusem bisher keine Bäume ausreißen können und holte nur zwei der zwölf Saison-Siege in fremden Halle.
Durch seine Niederlage in Springe rutschte das Hepp-Team auf Rang 19 ab und schwebt weiter in akuter Abstiegsgefahr. Das rettende Ufer ist mittlerweile um vier Punkte „enteilt“.

Künftig ohne Ferne

Personell gibt es ebenfalls einen Verlust zu vermelden. Torhüter David Ferne wechselt zur SG Ratingen in die 3. Liga West. Erst vor der Saison war der 21-Jährige vom Ratinger Liga-Konkurrenten Leichlinger TV zu den Grün-Gelben gewechselt, bei dem er auch mit einem Zweitspielrecht für seinen Ausbildungsverein Bergischer HC ausgestattet war, für den er zuvor in der A-Jugend-Bundesliga Bälle entschärfte.
Bei Vertragsunterzeichnung spielten die Hagener ebenfalls in der 3. Liga – und der Aufstieg war noch nicht absehbar. Nachdem die Rückkehr des VfL in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands nach 15 Jahren Abstinenz in trockenen Tüchern war, ergab sich im Zuge des gescheiterten Wechsels von Arne Niemeyer für die Eintracht noch die große Möglichkeit, in Jürgen Müller den Aufstiegshelden des TV Bittenfeld zu verpflichten. „Als ich den Vertrag unterschrieben habe, war von einem dritten Torhüter keine Rede, wobei ich für den Transfer vollstes Verständnis habe – mindestens 18 der anderen 20 Zweitligisten hätten es genauso gemacht und Jürgen geholt“, berichtet Ferne.
Dennoch verlief die sportliche Entwicklung Fernes nicht zuletzt wegen der Transferpolitik und der nachfolgend oft herausragenden Vorstellungen des Duos Tobias Mahncke und Müller nicht so, wie es sich beide Parteien vor Saisonbeginn gewünscht und vorgestellt hatten. Trotz dieser Umstände geht Ferne ohne Groll, wie er unterstreicht: „Sicherlich freue ich mich auf die neue Herausforderung. In meinem Alter und bei meinem Leistungsstand braucht man die Spielpraxis auf einem möglichst hohen Niveau. Diese konnte mir Hagen in der 2. Bundesliga in dieser Form nicht ermöglichen. Dennoch gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich freue mich richtig auf die neue Aufgabe, bin aber auch traurig, weil ich hier viele tolle Menschen kennengelernt und mich innerhalb der Mannschaft sowie beim Trainer- und Betreuerteam total wohlgefühlt habe. In meiner Situation musste ich als Spieler aber egoistisch sein und auf mich und meine sportliche Perspektive gucken.“

Immer TeamplayerVfL Eintracht Hagen Logo

Lobende Worte gibt es auch von Seiten des abgebenden Vereins für den Spieler.
„Wir danken David für seinen tadellosen Einsatz. Er hat sich bei uns immer korrekt verhalten. Speziell in der Phase mit wenigen Spielanteilen hat er sich immer als Teamplayer präsentiert. Nicht zuletzt daher wünschen wir ihm alles Gute für seine Zukunft und haben Verständnis dafür, dass er in die 3. Liga wechselt. Dort wird er sicherlich mehr Spielanteile erhalten. Wir beglückwünschen Ratingen zu einem tollen Transfer“, erklärte Sportdirektor Michael Stock.