Eintracht-Neuzugang Lindner: bestmöglich zum Mannschaftserfolg beitragen

Hagen. Neuzugang Nummer drei bei den Handballern des VfL Eintracht Hagen: Tim Lindner wechselt vom Bergischen HC zu den Grün-Gelben. Der 21-Jährige kam vorwiegend in der Oberliga-Reserve der Löwen zum Einsatz, trainierte aber konstant bei den Profis. Der gebürtige Essener fand über die Jugend-Stationen HSG Düsseldorf und SG Ratingen den Weg ins Bergische Land, wo er zunächst im Rückraum zum Einsatz kam, ehe er in dieser Spielzeit fix auf Linksaußen versetzt wurde. Dies sollte sich für die BHC-Reserve als extrem gelungener Schachzug entpuppen, da Lindner dort neben seiner Treffsicherheit aus der Ecke auch seine Dynamik und sein gutes Eins-gegen-Eins-Spiel zum Einsatz bringen konnte. Der Kontakt zum VfL entstand über Trainer Lars Hepp, der, so Lindner, nicht viel Überzeugungsarbeit leisten musste. „Er hat mir schnell deutlich gemacht, dass Hagen für mich die beste sportliche Option ist“, erklärt Lindner, der sich freut, endlich einen festen Platz im Kader einer Profimannschaft inne zu haben. „Das hat für mich neben den professionellen Rahmenbedingungen, etwa dem Vormittagstraining oder dem Wachstum im Umfeld, den Ausschlag gegeben. Ich sehe sowohl für den Verein als auch für mich persönlich ein großes Entwicklungspotenzial – und mein Ziel ist mittelfristig die 2. Bundesliga“, analysiert Lindner. Obwohl der Neuzugang die 3. Liga West „nicht so gut“ kennt, ist die Zielsetzung für ihn persönlich klar: „Ich denke, dass wir gute Chancen haben, dass es wieder nach oben geht.

Tim Lindner wechselt vom Bergischen HC zum VfL Eintracht Hagen.  (Foto: Eintracht Hagen)
Tim Lindner wechselt vom Bergischen HC zum VfL Eintracht Hagen.
(Foto: Eintracht Hagen)

Die Kaderkonstellation gestaltet sich so, dass wir eine sehr, sehr gute Mannschaft für die 3. Liga stellen.“ Das liegt laut Lindner an der Mischung im Kader und der Altersstruktur. „Wir sind sehr ausgeglichen besetzt, haben sehr verschiedene Spielertypen. Dabei denke ich etwa an Sebastian Schneider als echten ‚Shooter’ sowie Simon Ciupinski, der seine Stärken in ganz anderen Bereichen hat. Gerade auf meiner Position habe ich einen Spieler mit extrem hoher Erfahrung. Da kann ich nur von profitieren“, erläutert Lindner mit Verweis auf Jens Reinarz, der den wissbegierigen „Jungspund“ sicher nur all zu gerne unter seine Fittiche nehmen wird. Was mögliche Einsatzzeiten angeht, gibt sich der 21-Jährige bescheiden – speziell mit Blick auf seinen designierten Mentor. „Natürlich möchte jeder Spieler das Maximum an Spielzeit herausholen. Ich kann es aber realistisch einschätzen, bin jung, kann und will mich verbessern, habe aber mit Jens Reinarz einen absoluten Spitzenspieler vor mir, daher sehe ich mich als zweiter Mann – möchte aber trotzdem bestmöglich zum Mannschaftserfolg beitragen.“

Im Pokal lockt die SG Flensburg-Handewitt

Seit heute ist zudem bekannt, dass das erste absolute Highlight für Lindner und seine neuen Kollegen bereits am letzten August-Wochenende anstehen könnte: Im Pokal Final Four trifft der Sieger der Partie VfL Eintracht Hagen gegen HC Empor Rostock auf den Gewinner der Begegnung HC Elbflorenz gegen SG Flensburg-Handewitt. Sollte Rostock auf die Ausrichtung dieses Mini-Turnieres verzichten, so wäre der VfL der nächste Kandidat – und würde sich sicherlich wie schon in der Vorsaison, als der SC Magdeburg am Ischeland zu Gast war, nicht sträuben. Doch vor dem Kracher gegen Flensburgs mit Superstars gespickter Auswahl müsste zunächst ein Sieg gegen Rostock her. „Trotz des großen Umbruchs in Rostock muss man zunächst festhalten, dass sie uns in der Liga klar distanziert haben. Personalwechsel Hin oder Her – das wird nicht der bereits jetzt vielerorts vermutete Selbstläufer, sondern eine hohe Hürde. In diesem Spiel sind wir sicherlich der Außenseiter, rechnen uns aber schon eine Chance auf das Weiterkommen aus, schließlich hat der Pokal seine eigenen Gesetze“, resümiert Pressesprecher Sebastian Mühleis.