Emster Häuser identifiziert

Hagen. (JB) Erneut hatte der Hagener Heimatbund die Leser gebeten, bei der Identifizierung eines Fotos zu helfen. In unserem Juli-Bild ging es um ein Doppelhaus und ein stilgleiches Einfamilienhaus. Die Heimatforscher vermuteten, dass die beiden Siedlungshäuser, dem äußeren Anschein nach in den 1920er Jahren entstanden, vielleicht auf Emst existiert haben könnten oder sogar heute dort – umgebaut – noch stehen.

Und tatsächlich, auf die Emster wochenkurier-Leser ist Verlass: Kaum waren die ersten wk-Ausgaben auf Emst ausgeliefert, gab es auch schon Rückmeldungen zu den Suchbildern. Boris Brün und Marco Sawatzki, die sich seit geraumer Zeit mit der Aufarbeitung der Emster Heimatgeschichte befassen, waren die ersten Anrufer. Weitere Anrufer und etliche Mail-Schreiber sollten folgen. Alle lieferten übereinstimmend die gleichen Zuordnungen. Das gesuchte Doppelhaus steht noch in der Cunostraße. Es gehört zu einer Baugruppe gleichartiger Häuser, die sich nur durch runde oder dreieckige Fenster über den Eingangstüren unterscheiden.

Errichtet wurden sie um 1925 von der Hagener Heimstätten GmbH. Sie residierte mit der Westfälischen Bissingheim-Gesellschaft im Haus Auf dem Birnbaum 36-38. Wer allerdings als Architekt in Frage kommt, konnte noch nicht geklärt werden. Eventuell war es das seinerzeit in Hagen höchstaktive Büro Woltmann.

Offen blieb die Architektenfrage auch beim zweiten abgebildeten Haus, das Auf dem Dörrwald 7 stand und zeitweise einer Familie Cramer gehörte. Zwischenzeitlich soll auch Hagens langjähriger Oberbürgermeister Cuno darin gewohnt haben. Zu Beginn der 80er Jahre wurde der bretterverschalte Lehmziegelbau abgerissen und musste einem Neubau weichen.