Ex-Pool bringt Gärtnern Kartoffel-Knollen in XXL

Diese Riesen-Kartoffeln stammen aus einem Garten in Hohenlimburg. Rund 800 Gramm wiegt jede der Knollen im XXL-Format. (Foto: Claudia Eckhoff)

Hagen. (ce) Sie haben schon manches Prachtstück aus ihrem Garten gezogen, aber die gewaltigen Kartoffeln in diesem Jahr schlagen alles bisher Dagewesene um Längen.
Die Eheleute Edmund und Lydia Anton hegen und pflegen ihren Garten hinterm Haus in Hohenlimburg liebevoll und mit reichem Ertrag.
„Er ist eins der Hobbys meiner Frau“, sagt Edmund Anton. „Sie hat viele: Fotografieren, Stricken, Häkeln, Malen – sie ist ein äußerst kreativer Mensch.“

Wurzeln im russischen Dorf

Die beiden Antons haben russisch-deutsche Wurzeln. Vor 30 Jahren siedelten sie nach Deutschland über. „Meine Frau Lydia stammt vom Dorf. Sie liebt besonders die Blumen im Garten. Schon in Russland war ihr Haus das schönste, weil der Garten nur so blühte und duftete“, schwärmt Edmund Anton in der Erinnerung.
In ihrem Garten in Hohenlimburg zieht das Ehepaar auch Nützliches wie Obst und Gemüse: Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, aber auch Zucchini, verschiedene Gurken, Tomaten und Kürbisse gehören dazu.

800-Gramm-Knollen

„Bei den Zucchini hatten wir vor zwei Jahren auch schon einmal große Ernte“, sagt Edmund Anton. „Da waren die einzelnen Exemplare gut drei Kilo schwer. Doch unsere diesjährigen Kartoffeln, die musste wir dann doch mal zur Zeitung tragen, denn jede dieser gewaltigen Knollen allein wiegt um die 800 Gramm.“
Während unter der extremen Trockenheit in diesem Jahr generell gerade die Kartoffeln gelitten haben und es zu Ernteausfällen kommt, melden die beiden Hohenlimburger Hobby-Gärtner Rekorde. „Wir verwenden keine Chemie, sondern arbeiten grundsätzlich mit Kompost“, erzählt Edmund Anton.

Ein Pool voll Kompost

Daran allein kann es nicht liegen. Aber die Kartoffeln standen in diesem Jahr genau an derselben Stelle, an der zuvor auch die Zucchini schon so extrem gut gediehen waren. „Der Vorbesitzer des Gartens hatte da ein tiefes rundes Loch ausgehoben, denn er wollte einen Swimmingpool für die Enkel bauen“, berichtet Edmund Anton. „Das Loch haben wir mit Erde und ganz viel Kompost aufgefüllt. Auf dieser Fläche ziehen wir seitdem riesenhafte Exemplare, was auch immer wir setzen und anpflanzen.“
Man darf also gespannt sein, mit welchen Giganten Edmund Anton im nächsten Jahr die Wochenkurier-Redaktion besuchen wird.