„Facelifting“ für Hagens Mutter aller Kirchen: Heller, wärmer, variabler

Der Hagener Architekt Lars Krug (l.)

Der Hagener Architekt Lars Krug (l.), Stadtkirchen-Pfarrerin Juliane im Schlaa und Martin Porck (r.), Johannis-Kirchmeister für Finanzen, stellten das ehrgeizige Umbau-Projekt vor. Unter anderem soll an das barocke Kirchenschiff auf der Südseite („Oberhag

Hagen. (ME) Das lutherische Johannis-Gotteshaus ist die „Mutter“ aller Hagener Kirchen. Leider hat der Zahn der Zeit gewaltig an ihr genagt.

Nun erhält sie ein „Facelifting“: Das 1944 weitgehend zerstörte und anschließend mit Hochdruck wiederaufgebaute Bauwerk soll jetzt „frisch“ gemacht werden für die Zukunft. Das heißt: der Johanniskirche am Markt steht in Kürze ein großer Umbau ins Haus.
1,7 Millionen Euro
Rund 1,7 Millionen Euro will die zuständige Stadtkirchengemeinde investieren – unter anderem für moderne Luftheizungs- und Sanitäranlagen, für eine deutlich verbesserte Akustik, einen runderneuerten Fußboden und zu guter Letzt auch für eine moderne Bestuhlung, die unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten gewährleistet.
Das Prunkstück der aktuellen Umbauplanungen wird aber nicht im Inneren des fast 270 Jahre alten Kirchenschiffs zu finden sein, sondern auf der Südseite. Hier – quasi im ruhigeren Windschatten des Gotteshauses – möchten Stadtkirchen-Pfarrerin Juliane im Schlaa und Architekt Lars Krug einen über hundert Quadratmeter umfassenden Anbau realisieren, der multivariabel, zum Beispiel als Café, nutzbar ist und der auch einen behindertenfreundlichen Zugang ins Kirchenschiff ermöglicht.
Heller und wärmer
„Insgesamt soll unsere Kirche künftig heller, wärmer, moderner und besser nutzbar sein,“ betont der für die Finanzen zuständige Kirchmeister Martin Prock. Das Geld für den Umbau ist vorhanden – nach dem Verkauf diverser Immobilien konnte Prock die benötigte Summe festgebunden auf die hohe Kante legen.
Seit 2014 wird bereits geplant. Als sich die Ideen konkretisierten, machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Architekturbüro und wurde bei Zamel/Krug fündig. Jetzt muss die Maßnahme zunächst noch mit der Denkmalpflege endabgestimmt werden.
Danach wollen Prock und Co. alle weiteren Planungen unter Dach und Fach bringen, dafür benötigt man noch das gesamte Jahr 2017. Im Jahr 2018 wird die Kirche circa ein Jahr lang geschlossen und währenddessen der Um- und Anbau in Angriff genommen. Die Eröffnung soll 2019 erfolgen.