Hagen. Die Fachhochschule Südwestfalen plant einen Neubau am Standort Hagen. Dafür bietet sich eine freie, landeseigene Parzelle auf dem Campus der Fernuniversität Hagen an. In der Verwirklichung dieses Planes sieht Rektor Prof. Dr. Claus Schuster eine „erhebliche Stärkung der Hochschulstadt Hagen“.

Die stark angestiegenen Studierendenzahlen sowie der hohe Sanierungsbedarf des aktuellen Hochschulgebäudes an der Haldener Straße sorgen für Handlungsbedarf. Nun plant die Fachhochschule Südwestfalen am Standort Hagen einen Ersatzneubau. „Unser Gebäude aus den 60er-Jahren ist für die Hälfte unserer aktuellen Studierendzahl konzipiert. Wir brauchen neue Flächen“, erläutert Rektor Prof. Dr. Claus Schuster. „Trotz ständiger Renovierungsmaßnahmen am vorhandenen Gebäude ist der Sanierungsbedarf hoch. Ein Neubau ist wirtschaftlicher“, so der Rektor weiter.

Als Fläche für einen solchen Neubau bietet sich eine freie, landeseigene Parzelle auf dem Campus der Fernuniversität Hagen an. Das Grundstück hat eine leichte Hanglage und verfügt über die nötige Größe, um die von der Fachhochschule Südwestfalen benötigten Flächenbedarfe zu decken. PKW-Stellplätze könnten ebenfalls den Gebäuden zugeordnet dort untergebracht werden. Ein erstes Modell sieht ein Gebäudeensemble vor, das eine gedachte Campusachse der Fernuniversität aufnimmt und fortsetzt. Der Campus der Fachhochschule Südwestfalen wird demnach über eine eigene Zufahrt angebunden und zentral erschlossen.

„Wenn Fachhochschule und Fernuniversität auf einem Campus zusammenwachsen, ist das ein hochattraktives Modell für beide Hochschulen und eine deutliche Stärkung der Hochschulstadt Hagen“, ist Prof. Dr. Claus Schuster überzeugt. Zudem sieht der Rektor Synergiepotenziale. „Mensa, Bibliothek, Hörsäle könnten gemeinsam genutzt werden, das wäre ein gewaltiger Fortschritt.“

Wann der erste Spatenstich für den geplanten Neubau gesetzt werden könnte, ist noch nicht konkret absehbar. „Die Gespräche mit den Ministerien stehen jetzt an“, erläutert Schuster, „der weitere politische Prozess wird dann zeigen, wie der Zeitplan aussieht“.