Fahrräder gesucht

Hagen. (as) „Wir brauchen Fahrradspenden“, sagt Birthe Stabenow. Große Räder, kleine Räder, gerne defekte Räder. Räder, die von Jugendlichen wieder hergerichtet und – fein herausgeputzt – an Flüchtlingsfamilien übergeben werden sollen.

„Wir brauchen Fahrradspenden.“ Birthe Stabenow wirbt für das neue Projekt des örtlichen Familien- und Jugendhilfeträgers Caruna. „Wir bauen eine Fahrradwerkstatt auf“, sagt sie. Gespendete Fahrräder werden von jungen Menschen, die es schwer haben, repariert und anschließend kostenlos an Flüchtlingsfamilien übergeben. (Foto: Andrea Schneider)
„Wir brauchen Fahrradspenden.“ Birthe Stabenow wirbt für das neue Projekt des örtlichen Familien- und Jugendhilfeträgers Caruna. „Wir bauen eine Fahrradwerkstatt auf“, sagt sie. Gespendete Fahrräder werden von jungen Menschen, die es schwer haben, repariert und anschließend kostenlos an Flüchtlingsfamilien übergeben. (Foto: Andrea Schneider)

Birthe Stabenow ist Diplom-Pädagogin, Trauma- und Familientherapeutin. Sie arbeitet mit psychisch belasteten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern für den freien Familien- und Jugendhilfeträger Caruna. Neuestes Projekt: „Wir bauen eine Fahrradwerkstatt auf“, sagt Birthe Stabenow. Drei junge Leute im Alter von elf, 14 und 18 Jahren werden „gebrauchte und defekte Fahrräder in unserem Ortsteil Kuhlerkamp/ Wehringhausen reparieren und sie kostenlos für Flüchtlingsfamilien zur Verfügung stellen“.

Die Werkstatt im Keller

An welche Flüchtlingsfamilien die ersten Räder gehen sollen, wissen Birthe Stabenow und ihre Jungs auch schon: „Wir haben erfahren, dass in der Grundschule Kuhlerkamp bereits eine Flüchtlingsklasse eingerichtet worden ist“, sagt Birthe Stabenow. Die Kinder und deren Familien wären also die erste Anlaufstation.

Die Werkstatt im Keller des Caruna-Domizils in der Cunosiedlung 4 in Hagen ist eingerichtet. Angeleitet werden die drei Jungs von einem Fahrrad-Experten aus Dortmund. Birthe Stabenow freut sich für die drei jungen Menschen, die künftig unter professionellem Blick schrauben und reparieren werden: „Es ist für viele von unseren Jugendlichen eine neue Erfahrung, für etwas Gutes Anerkennung zu bekommen“, sagt sie.

Sponsoren willkommen

Der Weg, sich zu engagieren, ist bereitet. Was fehlt, sind lediglich Fahrräder ins ausreichender Zahl. Defekte oder sonstwie lädierte Fahrräder können montags und donnerstags jeweils in der Zeit von 9 bis 12 Uhr ins Büro von Caruna, Cunosiedlung 4, gebracht werden. „Wir holen die Räder aber auch ab“, sagt Birthe Stabenow. Kontaktaufnahme ist über Tel. 0152 / 54592855 oder per Mail über birthe.stabenow@caruna-hilft.de möglich. Einzige Voraussetzung: Die Fahrräder müssen gespendet werden. „Wir können es uns nicht leisten, Geld für den Ankauf auszugeben“, sagt Birthe Stabenow. „Schließlich finanzieren wir bereits die Ersatzteile, mit denen die Räder wieder auf Vordermann gebracht werden.“ Wer Caruna dabei unterstützen möchte, ist herzlich als Ersatzteil-Sponsor willkommen.

Sprayer gesucht

Willkommen sind darüber hinaus kreative Köpfe aus Hagen. „Die Werkstatt ist zwar eingerichtet, aber die Wände sehen noch ein bisschen trist aus“, sagt die Diplom-Pädagogin. Wer Ideen hat, die Fahrradwerkstatt künstlerisch in Szene zu setzen, vielleicht mit einem tollen Graffito, sollte sich mit dem Träger für ambulante Familien- und Jugendhilfe (0152 / 54592855 oder birthe.stabenow@caruna-hilft.de) in Verbindung setzen.