Familie steht vor dem Nichts

Hagen. (th) „Zehn Minuten später und wir hätten nur noch fünf Leichen bergen können“ – zu dieser Einschätzung kommt die Polizei Hagen nach einem Brand, der sich in den frühen Morgenstunden des Montags, 24. August, in der Wohnung von Sarah Sondermann, Dreieckstraße 13, ereignet hat. Glück im Unglück also für die Mutter, ihre drei Kinder und ihren Lebensgefährten. Doch das Feuer hat ihren gesamten Besitz vernichtet, die Familie steht vor dem Nichts. Deshalb bittet sie jetzt um Spenden.

Von außen hat das Feuer in der Dreieckstraße Nummer 13 nur leichte Spuren hinterlassen, innen ist die Wohnung komplett zerstört. Sarah Sondermann steht vor dem Nichts, sie ist auf Spenden angewiesen.(Foto: Tim Haacke)
Von außen hat das Feuer in der Dreieckstraße Nummer 13 nur leichte Spuren hinterlassen, innen ist die Wohnung komplett zerstört. Sarah Sondermann steht vor dem Nichts, sie ist auf Spenden angewiesen.(Foto: Tim Haacke)

Als der Brand ausbrach, schliefen alle fünf Personen noch. Gott sei Dank bemerkten andere Hausbewohner das Feuer und handelten umgehend – gerade rechtzeitig für Sarah Sondermann und ihre Familie. Die Nachbarn klingelten Sturm und halfen der Mutter dann dabei, ihre drei Kinder aus der Wohnung zu evakuieren. Der Lebensgefährte versuchte das Feuer zu löschen, doch er konnte nichts mehr ausrichten. Stattdessen erlitt er eine schwere Rauchvergiftung und musste zwischenzeitlich auf der Intensivstation behandelt werden.

Auch die anderen Familienmitglieder kamen ins Krankenhaus, die beiden elf- und achtjährigen Söhne sind dort immer noch. Die dreijährige Tochter wurde bereits entlassen und ist derzeit bei ihrer Oma. Sarah Sondermann hat sich auf eigene Gefahr aus dem Krankenhaus entlassen. Sie muss sich darum kümmern, dass es irgendwie weitergeht. „Wir haben gar nichts mehr“, sagt Sarah Sondermann. Kleidung, Handtücher, Spielsachen der Kinder – alles wurde durch den Brand zerstört. Wer die Familie mit Sachspenden oder finanzieller Hilfe unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0157/ 51955065 melden.

Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt. Die zerstörte Wohnung darf vorübergehend nicht betreten werden, möglicherweise kann die Familie in einer anderen Wohnung desselben Hauses unterkommen. Dazu fehlt allerdings noch die Zustimmung des Job-Centers, das die Miete finanzieren muss. Bis dahin hat die Familie nicht einmal mehr ein eigenes Dach über dem Kopf.