„Film ab“ in Hagener Schaufenstern

Hagen. (Red./AnS) Alles dreht sich wieder um den großen Auftritt – auch in diesem Jahr steht die Ware im Mittelpunkt, wenn Hagens Einzelhandel und Dienstleistungsunternehmen ihre Schaufenster auf besondere Weise dekorieren: Vom 17. bis 30. Oktober 2015 zeigt sich die Stadt von ihrer kreativen Seite und sie lädt ein zu einem abwechslungsreichen Einkaufsbummel mit außergewöhnlich gestalteten Geschäften.

Als Veranstalter des Schaufenster-Wettbewerbs fördert die Hagen-Agentur mit diesem besonderen Event eine Hagener Tradition und bietet dem lokalen Einzelhandel ein Forum.

Neues Motto

„Film ab“ – das Motto schließt die Ikonen der Filmgeschichte ebenso ein wie Youtube-Clips, ermöglicht klassische Kompositionen im Schaufenster genauso wie wilde cineastische Experimente. Mit diesem Motto können sowohl Kinder wie auch Erwachsene emotional angesprochen werden.

Wie der Film argumentiert das Schaufenster visuell, will Gefühle wecken oder auch informieren. Starke Inspirationen und großartige Geschichten bietet das Kino zuhauf – jedes Unternehmen kann sich aus einem schier unendlichen Fundus an Ideen bedienen, und die Kunden lassen sich von filmreif dekorierten Auslagen zum Kauf anregen.

Start auf dem Ebert-Platz

Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, 17. Oktober 2015, um 18.30 Uhr im Festzelt auf dem Friedrich-Ebert-Platz in der Hagener City im Rahmen eines Festes der City-Werbegemeinschaft statt. Anschließend wird um 20.30 Uhr in der Volmegalerie ein Spielfilm gezeigt. Gleich am nächsten Tag, am verkaufsoffenen Sonntag, 18. Oktober, kann das Shopping-Vergnügen beginnen, denn die Geschäfte öffnen dann von 13 bis 18 Uhr.

Der Rundgang der Fachjury, die mit professionellem Blick die Gewinner in verschiedenen Kategorien kürt, findet ein paar Tage später statt. Überraschend kommt die Abschlussveranstaltung daher: Die Gewinner werden zunächst am Donnerstag, 29. Oktober bei der offiziellen Siegerehrung gefeiert und einen Tag später am Freitag, 30. Oktober 2015, auf der großen Bühne beim Hagener Kurzfilmfestivals „Eat My Shorts“ erneut offiziell bekannt gegeben und vorgestellt.

Traditionell gut

Als der Museumsgründer Karl Ernst Osthaus im Jahr 1910 in Hagen zu einem „künstlerischen Schaufensterwettbewerb“ aufrief, hat er sich nicht träumen lassen, dass seine Idee Jahrzehnte später aus dem städtischen Kalender nicht mehr wegzudenken sein würde. Damals wie heute ist die Idee einfach, aber gut: Die Geschäfte zeigen anhand ihres ureigensten Mediums, des Schaufensters, wie ansprechend ihr Angebot ist, und tun damit nicht nur etwas für den eigenen Umsatz, sondern zugleich auch für die Attraktivität der gesamten Stadt.

Während bei Osthaus reformpädagogische Bestrebungen und der Wunsch einer „Geschmackserziehung“ des Publikums Pate standen, stehen heute eher die Standortstärkung und die städtische Identität im Fokus. Doch damals wie heute ist es den engagierten Geschäftsleuten und Unternehmern zu danken, dass sich Hagen als „Stadt des Schaufensters“ von seiner anziehendsten Seite zeigen kann.