Finanzspritzen

Hagen. (Red.) Jede Menge Euro kamen in die Stadtkasse und Kriminelle ins Gewahrsam – das waren die Positiv-Meldungen dieser Woche.

Europol, Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter führten in einer großangelegten Aktion Kontrollen durch. Auch die Hagener Polizei beteiligte sich. Dabei wurde eine Person ermittelt, gegen die bereits ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorlag, eine weitere Person, die noch eine Restfreiheitsstrafe zu verbüßen hatte, wurde in die JVA eingewiesen. Ein “dickerer Fisch“ ging den Fahndern auf dem Rastplatz Funckenhausen an der A1 ins Netz: sieben Personen wurden wegen Verdachts des illegalen Aufenthaltes und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen. Sechs Personen führten keine Ausweispapiere mit; der Fahrer des Fahrzeuges wies sich mit einem belgischen Ausweisdokument aus. Gegen ihn besteht der Verdacht der Schleusertätigkeit.

Neu gerechnet

Kleine Finanzspritze für Hagen: Weil das „Einheitslasten-Abrechnungsgesetz“ geändert wurde und das Land NRW Neuberechnungen vornehmen musste, ändern sich auch die Zahlungen an die Volmestadt. Zusätzlich sollen laut Innenminister Ralf Jäger vom Land jährlich 570.000 Euro in die Stadtkasse fließen. Den arg gebeutelten Kämmerer wird’s freuen.

Gewonnen!

Und noch mehr Geld wurde in dieser Woche zugesagt: Die Stadt Hagen gewinnt mit dem Kinder- und Jugendtheater beim Bundeswettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2014“. Ausrichter des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium und das Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Hagen erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung, Aufführung und Begleitung des Theater-Dreiteilers um die „Killermücke Lucy“. Die Stücke führen Kinder auf spielerische Art und Weise an die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit heran. Werner Hahn, Leiter der Kinder- und Jugendsparte des Theaters, hat die Werke entwickelt und mit dramaturgischen Mitteln versucht, kommunalen und globalen Klimaschutz in ein untrennbares Miteinander zu stellen.

Das Projekt ist Teil des umfassenden Klimaschutzprogramms der Stadt Hagen und ermöglicht es, viele Kinder in der Stadt erfolgreich anzusprechen und sie zu motivieren, Klimaschutz im Alltag umzusetzen. Oberbürgermeister Erik O. Schulz nahm den Preis auf der 7. Kommunalkonferenz in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte zu investieren. Schulz: „Durch die Kooperation zwischen dem Theater Hagen und dem Umweltamt ist ein ’Garten-Projekt’ im Innenstadtbereich – unmittelbar am Theater – geplant, wo zukünftig auf einer ’grünen Außenbühne‘ weitere Aktivitäten für junge Menschen stattfinden können. Und natürlich wird das Preisgeld für weitere Theaterarbeiten genutzt, die globale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt der Handlung rücken.“