Flüchtlingshilfe, Bürgerservice, Spielbrinkvotum

Hagen. (san) Karneval im strahlenden Sonnenschein – der diesjährige Rosenmontagszug lockte rund 70.000 Frohsinnige in die Innenstadt. 64 Wagen und Fußtruppen unterhielten die Zugbesucher und versorgten sie mit Kamelle. Nicht so schön: Über zweieinhalb Tonnen Müll, um die sich der HEB – unter Beschuss von Flaschenwerfern – kümmerte.

Wohnraum für Flüchtlinge

Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlingsunterbringung lud die Stadt am Donnerstag in Hohenlimburg ein. Rund 250 Bürger kamen. In der ehemaligen Regenbogenschule sind momentan 216 Menschen verschiedener Nationen untergebracht. Die Einrichtung ist als Notunterkunft eingestuft. In der ganzen Stadt wird nun nach freien Wohnungen gesucht, um die bleibenden Flüchtlinge zu verteilen. Wer Wohnraum oder Tipps zur weiteren Unterbringung hat, möge sich bei der Stadt Hagen melden. Im Verlauf dieses Jahres rechnet man mit steigenden Aufnahmezahlen.

Neuer Auftritt

Seit Mittwoch ist die Stadt Hagen mit einem neuen Internetauftritt präsent – nutzerfreundlich strukturiert unter www.hagen.de. Das aufs Wesentliche reduzierte, klare Design berücksichtigt und unterstützt das Bedürfnis der Bürger, die benötigten Informationen schnell zu finden. Die Anzahl der Seiten wurde um die Hälfte auf rund 1.300 und die großen Bereiche, in die sich der Auftritt unterteilt, von fünf auf vier reduziert: „Leben in Hagen“, „Hagen entdecken“, „Kultur & Bildung“ und „Politik & Verwaltung“. Die Nutzerstatistiken der mehr als 400.000 monatlichen Seitenaufrufe gaben Aufschluss darüber, welche Inhalte häufiger nachgefragt werden, so dass diese in den Vordergrund gerückt wurden.

Chance für Spielbrink?

Einstimmig für den Erhalt der Grundschule Spielbrink haben sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Haspe auf ihrer Sitzung in dieser Woche ausgesprochen. Dies erfolgte auf Antrag von Hagen Aktiv, in welchem der Vorschlag unterbreitet wird, Flüchtlingskinder dort zu unterrichten. Als der Beschluss fiel, die Schule zum Ende des aktuellen Schuljahres zu schließen, war die Flüchtlingsentwicklung für die Stadt so nicht abzusehen. Die Eltern wehren sich vor allem gegen die Schließung, da den verbleibenden Schülern seitens der Kommune ein Schulbus für den weiteren Weg bis zur vorgesehenen Friedrich-Harkort-Schule auf dem Quambusch verwehrt wird.

Schwerer Unfall

Bei einem Verkehrsunfall verletzte sich am Mittwochnachmittag ein 62-jähriger Hagener schwer. Der Mann war mit seinem Roller auf dem Märkischen Ring in Richtung Volmetalstraße unterwegs und schlängelte sich durch einen Stau. Hierbei stieß er zuerst gegen das Heck eines Autos, prallte dann frontal gegen das Heck eines weiteren Fahrzeugs, das dadurch auf einen weiteren Wagen geschoben wurde. Der Rollerfahrer stürzte und verletzte sich so schwer am Kopf, dass er mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Sachschaden wird auf insgesamt 8.000 Euro geschätzt. Der Märkische Ring wurde während der Bergungsarbeiten vorübergehend gesperrt. Das sorgte für noch größere Verkehrsstörungen.

Hannelore Wulf, die Mitbegründerin der Hagener Suppenküche, ist tot. (Foto: privat)
Hannelore Wulf, die Mitbegründerin der Hagener Suppenküche, ist tot. (Foto: privat)

Suppenküche trauert um Gründerin

Die Suppenküche Hagen trauert um ihr Gründungsmitglied Hannelore Wulf. Sie starb am Wochenende im Alter von 82 Jahren. Hanne Wulf verkörperte mit ihrem „großen Herzen“ für die Gäste der Suppenküche die Gastfreundschaft, welche diese Einrichtung bieten möchte. Das Protokoll der Gründungsversammlung des Vereins Suppenküche Hagen vom 18. Dezember 1996 trägt ihre Unterschrift. 18 Jahre lang war sie Leiterin des Mittwochsteams der Suppenküche. Kein Weihnachtsfest verging in den vergangenen 18 Jahren, an denen sie nicht für jeden Gast auch des Männerasyls Tuchmacherstraße ein Weihnachtspäckchen mit Socken, Tabak und etwas Süßem gepackt und überbracht hat.