Häusliche Plagen

Der Sommer ist da – und mit ihm immer mehr Ungeziefer. Die Krabbeltiere sind nicht nur lästig, sondern auch teuer, Familie Finkenberg kann ein Lied davon singen.

Die fünfköpfige Familie hat einen in die Jahre gekommenen Meister Schnurr als Haustier. Der Kater selbst ist heißgeliebt, nicht aber seine Flöhe und die inneren Würmer. Regelmäßige Wurmkuren und Ampullen gegen Flohbefall kosten richtig Geld.

Leider ist das nicht das einzige Ungeziefer. Im Frühjahr rüstet die Hausfrau generalstabsmäßig gegen Motten auf, die sich sonst gefräßig über die Kleidung im ganzen Haus hermachen. Stapelweise Mottenpapier, Lavendelsäckchen und Zedernholzscheiben müssen her.

Letzten Sommer mussten Finkenbergs einen Kammerjäger rufen. Ein Wespennest und seine Bewohner machten jeden Bissen oder Schluck auf ihrer sonnigen Terrasse zum Risiko. Der Experte schlüpfte in seinen Schutzanzug, sprühte fünf Minuten – „Keine Garantie!“ – und kassierte stolze 220 Euro.

Backpulver, um die Ameisenstraße durch das Wohnzimmer umzuleiten, und Mücken-Abwehrspray für fünf Personen sowie kartonweise Zitronenkerzen gegen Mücken – das läppert sich.

Auch Zecken zieht es zu den Finkenbergs. Sohn Moritz musste mit Borreliose zwei Wochen ins Krankenhaus. Deshalb baden Finkenbergs ab März allesamt in Zeckenabwehr-Lotion, bevor sie auch nur in den Garten gucken.

Der absolute Würger aber waren Läuse, die Klein-Rieke von irgendeinem Spielplatz- oder Kindergarten-Kumpel mit nach Hause gebracht hat. Das kostet richtig: Läusemittel (nur die beste und teuerste Chemie-Keule!) für fünf Köpfe, Wiederholungsbehandlung nach einer Woche, Sprühzeug für die Autositze, Spezialwaschmittel für die 30-Grad-Wäsche und unzählige Waschmaschinenladungen mit Bettwäsche, Leibwäsche, Handtüchern, Schlafanzügen, Kuscheltieren, Lieblingsshirts und heiß geliebten Jacken.

Macht summasummarum rund 1000 Euro in einem Jahr! Sie entschwirrten sozusagen aus der Finkenbergschen Haushaltskasse und beweisen: Klein-Vieh macht wirklich großen Mist

Allen Lesern einen schönen, warmen Sonntag – ohne lästiges Krabbel-Getier!