Hagen diese Woche: Schon wieder schwere Unfälle

Hagen. (san) Die Unfallstatistiken des ersten Halbjahrs
künden zwar von sinkenden Zahlen bei den Verkehrstoten, die Anzahl der Unfälle
indes ist jedoch wieder gestiegen. So auch in Hagen.
Gab es erst am vergangenen Wochenende schwere Verkehrsunfälle, bei denen
Fußgänger aus Hagen verletzt wurden, setzte sich die Reihe weiterer
Unachtsamkeiten im Verkehr in dieser Woche fort.
So lief ein kleines Mädchen an der Schwerter Straße unvermittelt zwischen den
parkenden Autos quer über die Straße. Aus Sorge um ihr Kind rannte die Mutter
hinterher und während das Kind unbeschadet auf die gegenüberliegende
Straßenseite gelangte, erfasste ein VW-Fahrer die Frau und schleuderte sie zu
Boden.
Alkoholisiert
Am vergangenen Samstag, 17. September 2016, wollte ein 41-Jähriger die
Kreuzung Pappel-/Helfer Straße überqueren und kollidierte mit einem Kleinwagen.
Sowohl beim Fahrer als auch beim Fußgänger stellte die Polizei hohe
Promillewerte fest.
Kind erfasst
Mit Wochenbeginn ereignete sich in Emst erneut ein Verkehrsunfall, bei dem
ein Fußgänger – ein Kind – schwer verletzt wurde. Am Montag gegen 19.20 Uhr
beabsichtigte ein Siebenjähriger zusammen mit einem weiteren Kind die Straße
„Wasserloses Tal“ zu überqueren. Hier erfasste ein Audi-Fahrer den Jungen. Durch
die Wucht des Aufpralls zog sich das Kind schwere Kopfverletzungen zu und musste
mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen geflogen
werden. Während der Unfallaufnahme war die Straße für 45 Minuten in beide
Fahrtrichtungen gesperrt.
Kettenreaktion
Nur einige Minuten später verlor ein Autofahrer die Kontrolle über seinen
Wagen und löste am Graf-von-Galen-Ring eine Kettenreaktion aus. Der 32-jährige
BMW-Fahrer fuhr in Richtung Altenhagen. Als er nach rechts von der Fahrbahn
abkam, stieß er gegen einen auf dem Seitenstreifen parkenden Ford, schob den auf
einen Audi und den wiederum auf einen Fiat. Der Ford bewegte sich zusätzlich zur
rechten Seite und verschob einen Blumenkübel, der die Außengastronomie am
Unfallort von der Fahrbahn trennte. Danach reichte die Energie noch aus, um
gegen den Arm einer Frau zu stoßen, die als Gast eines Lokals mit dem Rücken zum
Unfallgeschehen saß und leichte Verletzungen davon trug.
Verantwortungslos
Und dann noch diese Spitze an Unverantwortlichkeit: Am Mittwochvormittag
stoppten Polizeibeamte bei einer Verkehrskontrolle einen VW. Ein Beamter konnte
durch das Lasergerät erkennen, dass auf dem Rücksitz eine Frau nicht
angeschnallt war. Als ein Polizist an das Fahrzeug herantrat, fiel allerdings
ein ganz anderer Verstoß auf: Der Beifahrer hatte zwar seinen Gurt angelegt, auf
dem Schoß hatte er allerdings einen Säugling.
Bei dem Kleinkind handelte es sich um die Tochter der nicht angeschnallten
Frau vom Rücksitz und dem Beifahrer. Eine erforderliche Sitzschale hatten sie
nicht dabei. Sie durften nicht weiterfahren.