Hagen hat gewählt

Hagen. (je) Hagen hat gewählt! Das vorläufige Endergebnis für den Rat:

Mit 32,8 % ist die SPD stärkste Kraft. Sie konnte gegenüber 2009 stolze 3,5 % zulegen und wird vermutlich 21 Sitze (+4 Sitze) bekommen.

Dicht gefolgt wird sie von der CDU mit 32,0 % (unverändert 20 Sitze, -1,3 %).

Die Grünen sind trotz des Verlustes von 2,9 % mit insgesamt 9,0 % und 6 Sitzen (bislang 5) die drittstärkste Kraft, knapp gefolgt von Hagen Aktiv mit 8,1 % (unverändert 5 Sitze, +0,4 %).

Die Linke legt um 0,2 % auf 4,3 % zu, was ihnen mit 3 Sitzen Fraktionsstärke einbringt (vorher 2 Sitze).

Die FDP verliert mit -4,0 % deutlich und kommt auf gesamt nur noch 3,6 % (2 Sitze statt bislang 4). Damit liegt sie sogar hinter den Euroskeptikern der AfD, die mit 3,7 % ebenfalls 2 Sitze erhalten und erstmals im Rat vertreten sind.

Die Bürger für Hagen büßen 3,2 % ein, kommen insgesamt nur noch auf 0,4 % und sind damit nicht mehr im Rat vertreten (bislang 2 Sitze). Die Bürger für Hohenlimburg schaffen hingegen stolze 2,3 % und halten künftig einen Sitz.

Die rechtsradikale Partei Pro NRW bekommt 2,0 % und hat damit weiterhin den Sitz im Rat, den sie im Jahr 2010 von den Republikanern „geerbt“ hat.

Neu im Rat der Stadt Hagen sind nun auch die Piraten vertreten, die mit insgesamt 1,6 % noch einen Sitz ergattern konnten.

Für eine Entscheidung zum Oberbürgermeister hat es nicht gelangt. Erik O. Schulz, parteiloser Kandidat mit Unterstützung durch CDU, Grüne und FDP, bekam 47,8 % der Stimmen und verfehlte damit recht knapp die nötigen 50 % + 1 Stimme. Es wird daher am 15. Juni noch einmal zu einer Stichwahl gegen Horst Wisotzki (SPD, 35,6 %) kommen.