Hagen sucht den Generalmusikdirektor

Hagen. An drei Terminen werden drei unter den zahlreichen Bewerbern herausragende Kandidaten für die neu zu besetzende Position des Generalmusikdirektors Vorstellungen der Oper „Jonny spielt auf“ von Ernst Krenek im Theater Hagen dirigieren.

Lancelot Fuhry dirigiert am 19. Februar. (Foto: privat)
Lancelot Fuhry dirigiert am 19. Februar. (Foto: privat)

Am Freitag, 19. Februar 2016, um 19.30 Uhr wird Lancelot Fuhry zu Gast sein. Der in Berlin geborene Fuhry ist derzeit als kommissarischer GMD am Theater Augsburg tätig und war, nach verschiedenen Verpflichtungen beispielsweise am Theater Görlitz, bei der Rheinischen Philharmonie sowie im Ausland (Manchester, Bournemouth), zuvor als 1. Kapellmeister und stellv. GMD am Theater Dortmund engagiert (2010-2013).

Gastdirigate führ(t)en ihn auch zum Deutschen Symphonieorchester Berlin, zu den Symphonieorchestern von Bochum und Düsseldorf, zur Meininger Hofkapelle,  zu Radiosinfonieorchestern in Dublin und Slowenien, zum „BBC Philharmonic“ sowie an die Theater in Würzburg und im thüringischen Gera/Altenburg.

Sein Studium absolvierte er u.a. an der Hochschule der Künste Berlin (Schulmusik) und an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar (Orchesterleitung). Lancelot Fuhry liegt neben der Arbeit im Musiktheater- und Konzertbereich auch besonders die Musikvermittlung an jüngere Menschen am Herzen.

Joseph L. Trafton dirigiert am 24. Februar die „Jonny“-Oper. (Foto: privat)
Joseph L. Trafton dirigiert am 24. Februar die „Jonny“-Oper. (Foto: privat)

Am Mittwoch, 24. Februar 2016, um 19.30 Uhr steht Joseph L. Trafton am Pult. Der aus den USA stammende Trafton wirkt seit September 2011 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim, wo er zahlreiche Musiktheaterproduktionen einstudierte und leitet sowie Ballettvorstellungen und Konzerte dirigiert. Vorherige Engagements führten ihn u.a. zum Wiener Modern-Festival, zu den Schwetzinger Festspielen, ans Staatstheater Braunschweig (Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung, 2007-2011), ans Theater Regensburg (Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung, 2003-2007) sowie als Gast ans Theater Ulm, Basel, Oldenburg, zur Philharmonie Baden-Baden und zur Kammerphilharmonie „Ascania“.

Seine Ausbildung absolvierte er u.a. an der University of Miami (Komposition, Musiktheorie), Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Komposition, Dirigieren, Klavier), Eastman School of Music, Rochester, NY (Dirigieren) sowie an der Pierre Monteux School for Conducters, Hancock, auch nahm er an verschiedenen Meisterkursen teil.

Jochem Hochstenbach ist am 9. März zu erleben. (Foto: p.)
Jochem Hochstenbach ist am 9. März zu erleben. (Foto: p.)

Am Samstag, 9. März 2016, um 19.30 Uhr stellt sich Jochem Hochstenbach vor. Der gebürtige Niederländer hat seit 2012 die musikalische Leitung der Sinfoniekonzerte des Festivals Esterházy inne, in dessen Rahmen es seit 2015 auch eine internationale Sommerakademie mit einem studentischen Festivalorchester gibt.

Er studierte (Klavier, Dirigieren) in Utrecht, Freiburg, Prag sowie an der Hochschule für Musik Wien und ergänzte seine Ausbildung durch Meisterkursbesuche. Es folgten Engagements als Kapellmeister und Assistent von GMD Dennis Russell Davies am Landestheater Linz, als 1. Kapellmeister und stellv. GMD am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wo er neben Konzerten zahlreiche Opernproduktionen leitete. Gastdirigate führten ihn an die Theater in Münster, Augsburg, Oldenburg und an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf sowie zum Radio-Symphonieorchester Wien, BBC Concert Orchestra, zur Sinfonia Varsovia, Camerata Salzburg, Philharmonie Thüringen sowie nach Italien, Japan, Korea und Taiwan.

Intendantensuche

Neben dem zukünftigen Generalmusikdirektor sucht die Theater-Gesellschaft derzeit noch die Nachfolge für den scheidenden Intendanten Norbert Hilchenbach. Im Bewerbungsverfahren finden zurzeit weitergehende Gespräche mit Kandidatinnen und Kandidaten statt. Der Theater-Aufsichtsrat hofft, dem Rat der Stadt Hagen spätestens zum Sommer 2016 die neue künstlerische Leitung präsentieren zu können.

Karten für die drei „Vorspiel-Opern“ gibt es an der Theaterkasse, unter 02331/ 207-3218 oder unter www.theaterhagen.de.