Hagen. Viel zu kurz durften sie das närrische Königreich Hagen regieren. Prinz Marvin II. und Prinzessin Sabrina II. ergatterten am Rosenmontag, 4. März, den Schlüssel des Hagener Rathauses. Doch heute am Aschermittwoch ist bekanntlich alles schon wieder vorbei.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat den Jecken den Sturm auf das Rathaus an der Volme nicht verübelt. Im Gegenteil: Im Anschluss an den Zug, dessen Start wegen Regen und Sturm um eine Stunde verschoben werden musste, lud das Stadtoberhaupt die Karnevalisten zur großen Rosenmontags-Party in seine „rathäusliche Amtsstube“ ein.

Regenschirme, Capes und sonstige Plastiküberwürfe standen ansonsten hoch im Kurs der Narren, die tapfer dem widrigen Wetter trotzten und den Zug entlang der Straßen flankierten. Die Fußtruppen und die Karnevalisten auf den Prunk- und Mottowagen mussten alles geben, um guten Mutes und mit unverdrossen strahlendem Gesicht dem üblen Nass standzuhalten.

Karneval Hagen - Rosenmontag Donald Duck
Tierisch ging es beim Hagener Karneval nicht nur auf den Mottowagen zu, sondern auch entlang der Straßen und bei etlichen Feiern im Anschluss an den Zug. (Foto: D. Bracht)

Tierische Outfits erfreuten sich größter Beliebtheit. Vor allem die Jugendlichen hatten sich auf Kängurus, Schweine, Zebras, Pelikane und dergleichen als wärmende Ganzkörper-Kostüme verlassen.

Großes Reinemachen

Neun Fahrzeuge und 20 Männer der Straßenreinigung waren am Sonntag im Einsatz, um die Hinterlassenschaften des Boeler Karnevalszuges zu beseitigen. Die Narren hinterließen auf der Strecke insgesamt 5,44 Tonnen Abfälle. Eineinhalb Tonnen mehr als im letzten Jahr. Dreizehn Kehrmaschinen und Kolonnenwagen bildeten das Ende des diesjährigen Rosenmontagszugs in der Hagener Innenstadt. Insgesamt 33 Mitarbeitende des HEB sammelten alles ein, was auf und neben der Zugstrecke hinterlassen wurde. Das waren 1,72 Tonnen Müll. Im letzten Jahr war mit 1,86 Tonnen etwas mehr Müll angefallen.

 

 

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