Hagens Oberbürgermeister blickt zurück: Unterm Strich ein gutes Jahr

Hagen. Immer am Ende eines Jahres grüßt Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz alle Hagenerinnen und Hagener. Seinen Weihnachts- und Neujahrsgruß verbindet er im Wochenkurier stets mit einem kleinen Rückblick auf das volmestädtische Geschehen in den zurückliegenden Monaten.

Heute folgt der letzte Teil. Erik O. Schulz schreibt:

Zuwanderung

Das ganze Jahr über haben wir uns beschäftigt mit dem Thema Zuwanderung – insbesondere aus Südosteuropa – und den Anforderungen an eine fortschreitende Integration, gerade auch jener Menschen, die nach Flucht und Vertreibung aus ihren Heimatländern zu uns gekommen sind. Wohlwissend, dass dies eine Daueraufgabe ist, können wir eine Reihe positiver Entwicklungen feststellen – nicht zuletzt dank eines weiterhin breit aufgestellten ehrenamtlichen Engagements vieler Hagener Bürgerinnen und Bürger. Zugleich ist die große Offenheit der überwältigenden Mehrheit unserer Bevölkerung zu spüren, die für ein friedliches Miteinander steht und in der Begegnung mit den zu uns kommenden Menschen eine echte kulturelle Bereicherung sieht.

Probleme

Die anhaltend starke Zuwanderung bringt auf der anderen Seite aber leider auch unübersehbare Probleme mit sich. Insbesondere im Bereich der sogenannten Problemimmobilien hat sich im Laufe des Jahres keinerlei Entspannung eingestellt – das Gegenteil ist vielmehr der Fall. So mussten durch die Mitarbeiter der entsprechenden städtischen Koordinierungsstelle gleich mehrere Häuser im Stadtgebiet für unbewohnbar erklärt werden.

Auch die Themen Müll und Stadtsauberkeit waren und sind bei den kontinuierlich durchgeführten Kontrollen seitens Stadt und Polizei ein weiterhin beherrschendes Thema. Hier wird es im kommenden Jahr eine weitere Offensive geben; mit den sogenannten „Waste Watchern“, die absehbar im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen werden, wird es zu einer weit höheren Kontrolldichte als bisher kommen.

Dabei werden Teams des Hagener Entsorgungsbetriebes sowie der Umwelt- und Ordnungsverwaltung nicht bloß illegal entsorgten Müll beseitigen, sondern bei ihren Streifgängen vor allem die Verursacher ermitteln.

Stichworte

Viele weitere Entwicklungen haben den Jahreslauf in unserer Stadt geprägt; viel zu viele, um sie alle zu erwähnen. Von daher will ich an dieser Stelle auch nur noch einige wenige Ereignisse in Stichworten zusammenfassen.

Dem Gründungsrektor der FernUniversität Hagen, Prof. Dr. Otto Peters, wurde die Ehrennadel der Stadt verliehen, die Schauspieler Judy Winter und Günter Lamprecht trugen sich ins Goldene Buch ein. Das Hagener Rechenzentrum zog um, ebenso das umfangreiche Stadtarchiv.

OB Schulz - Kindergarten
Der Bedarf an zeitgemäßen Kindergärten ist nach wie vor hoch – deshalb ist beispielsweise unlängst die neue „Awo-Kita Königskinder“ am Ischeland zwischen Rhein-, König- und Berghofstraße entstanden. (Foto: Claudia Eckhoff)

Im Osthaus-Museum begeisterte die Neue-Deutsche-Welle-­Ausstellung „Komm nach Hagen …mach dein Glück“; die Band „Extrabreit“ feierte ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum.
Ballettdirektor Alfonso Palencia wird mit dem Ende der Spielzeit 2018/2019 das Theater Hagen verlassen. Das Museum in Werdringen wird aktuell umfangreich saniert. Das erste stationäre Hospiz in der Volmestadt wurde eröffnet. Und anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht von 1938 schlossen sich zahlreiche Institutionen und Künstler zusammen, um eine neue Form der Erinnerungskultur auf den Weg zu bringen.

Ideen

Verschiedene Investoren stellten ihre Pläne vor, unter anderem für eine neue Markthalle in der Hagener Innenstadt und für den Ausbau des altehrwürdigen „Bentheimer Hofes“ in Hohenlimburg zu einem Busi­nesshotel.

Ruhigeres Fahrwasser

Die beiden sportlichen Aushängeschilder der Stadt – die Phoenix-Basketballer und die Eintracht-Handballer – haben nach zum Teil schwierigem Saisonverlauf wieder bessere Tabellenregionen in den Blick genommen. Last but not least ist es nach dem Haushaltsausgleich im letzten Jahr in diesem Jahr gelungen, eine Haushaltsfortschreibung ohne Steuererhöhungen zu realisieren – ein richtig gutes Signal für die weitere Entwicklung unserer Stadt.

Keine Frage: das jetzt auf die Zielgerade einbiegende Jahr 2018 war erneut ein gutes Jahr in unserer Stadthistorie. Und die spannenden Prognosen für das kommende Jahr lassen bereits jetzt erahnen, dass sich auch in 2019 kein Stillstand einstellen wird – im Gegenteil!

Wünsche

Mir bleibt es, Ihnen allen im Kreise Ihrer Familien, Partnerinnen und Partner, Freunde und Bekannten einen stimmungsvollen Übergang ins neue Jahr zu wünschen.
Zugleich wünsche ich Ihnen und uns allen für das vor uns liegende Jahr 2019 ganz viel persönlichen Erfolg, vor allem aber Frieden, Gesundheit und Wohlergehen.

Hagen, im Dezember 2018

Ihr Erik O. Schulz

 

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