Handball-Meisterschaft: Vorentscheidung in Hagen

Hagen. (Red.) Spannung pur in der dritten Handballliga (West): Der VfL Eintracht Hagen empfängt am Freitag, 27. Februar 2015, um 20 Uhr in der Enervie-Arena den aktuellen Tabellenführer TuS Ferndorf. Und in diesem Jahr hat das Südwestfalen-Derby die Bezeichnung Spitzenspiel wirklich verdient! Denn das Spiel gilt als erste Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft.

Die Gäste kommen mit der Empfehlung von 19 Siegen in Folge in die Volmestadt und gelten als leicht favorisiert. Allerdings können auch die Grüngelben aus Wehringhausen, aktuell auf dem zweiten Tabelllenplatz, auf eine Erfolgsserie verweisen. Die letzte Niederlage datiert aus November 2014 – danach ging man in allen elf Spielen als Sieger vom Parkett.

Die Ausgangslage ist klar: Dem TuS Ferndorf reicht ein Remis, die Eintrachtler müssen gewinnen, wenn sie sich weiterhin aus eigener Kraft die Chance auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga erhalten wollen. Insbesondere in der eigenen Halle konnte das heimische Team um Trainer Lars Hepp bisher überzeugen. Mit dem in der Winterpause verpflichteten Torwart  Almantas Savonis konnte die Lücke, die Tobias Mahncke nach seinem Kreuzbandriss hinterlassen hatte, gleichwertig geschlossen werden. Und durch die Verpflichtung des ehemaligen Bundesligaspielers Sebastian Schneider ist das Team noch stärker geworden.

Luxus-Problem

Auf den Rückraumpositionen hat der Trainer mit Schneider, Krause, Ciupinski, Sonnenberg und Aschenbroich ein Luxus-Problem: die Außenspieler Reinarz und Kraus sind gesetzt, ebenso wie Kreisläufer Renninger. Dahinter stehen Pütz, Hinkelmann, Rink und van Walsem in den Startlöchern. Auch eine Stärke des VfL in dieser Saison: Der Trainer kann durchwechseln, ohne dass das Niveau abfällt. Dies gilt auch auf der Torwart-Position, wo Max Conzen schon mehrfach seine große Klasse bewiesen hat.

Trainer Erik Wudtke hat bei den Siegerländern ein ähnliches „Problem“. Egal ob Koke, John, Mestrum, Breuer oder Barkow in der Halle stehen, die Mannschaft hat schon heute Zweitliga-Format.

Sitzplätze ausverkauft

Wie das Spiel auch  ausgeht, einen Rekord hat sich das VfL-Team bereits erarbeitet: Erstmals sind in der Enervie-Arena bei einem Handballspiel alle 1064 Sitzplätze ausverkauft. Da auch schon einige Stehplatzkarten im Vorverkauf abgesetzt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der VfL zumindest in der Zuschauer-Statistik die Tabellenführung übernimmt…