Heta Kordt erstmals mit religiösen Werken

Hagen. (ME) Heta Kordt gehört aktuell zu den bekanntesten Hagener Malerinnen. Die 1941 geborene Künstlerin konnte im Verlauf der letzten zwölf Jahre mit zahlreichen spannenden Ausstellungen im Raum Hagen aufwarten – im Wasserschloss Werdringen ebenso wie beispielsweise im Alten Hasper Stadtbad, in der Fernuniversität oder in der Sparkasse Hohenlimburg. Derzeit zeigt sie einige Werke erneut in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Eppenhausen.

Auch diejenigen unter ihren Fans, die schon so manche Ausstellung von Heta Kordt (Bildmitte) gesehen haben, werden in Eppenhausen auf ihre Kosten kommen: Sie zeigt zum ersten Mal Werke mit religiösem Bezug, was die beiden Presbyteriumsmitglieder Sylvia Kuhenne (r.) und Erika Meiners (l.) natürlich sehr erfreut. (Foto: Michael Eckhoff)

Die letzte große Schau?

„Gut möglich“, erzählt die 70-Jährige, „dass dies meine letzte größere Ausstellung sein wird.“ Schließlich sei sich nicht mehr die Jüngste, schmunzelt sie, diese Schau in Eppenhausen habe sie sich hauptsächlich aus Anlass ihres runden Geburtstags gegönnt“.

Ihre ersten Kunst-Schritte wagte sie einst in der Malschule des legendären Helwig Pütter. Später war sie Schülerin von Prof. Bernhard Matthes (Hasper Hammer) und sogar von Professor Qi Yang.

Im Rahmen eines Austauschprogramms mit der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin kam Qi Yang 1987 nach Deutschland. Er beschloss, nicht mehr nach China zurückzukehren und sich als freischaffender Künstler und Kunstdozent in Köln und Heidelberg zu betätigen. 1997 startete Prof. Qi Yang eine Karriere als Dozent an einem Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie. Hier betreute er die Meisterklassen sowie die höheren Semester des Fachbereichs Malerei und Grafik und vermittelte seine umfangreichen Kenntnisse und Fertigkeiten in der „Freien Malerei” und der an Emil Schumacher erinnernden „Informellen Malerei“. Yangs Einfluss ist bis heute in einem Teil von Heta Kordts Bildern erkennbar – vor allem immer dort, wo sie sich sehr experimentell an abstrakte Kunst gewagt hat.

Erstmals mit religiösem Inhalt

Und doch: auch diejenigen unter ihren Fans, die schon so manche Ausstellung von Heta Kordt gesehen haben, kommen in Eppenhausen vollends auf ihre Kosten, denn es gibt zum ersten Mal eine Kordtsche Bilderschau mit stark religiösen Bezügen zu bestaunen. Engel sind erkennbar, aber auch Madonnen, biblische Geschichten werden erzählt und „gelebte Träume“ gezeigt. Heta Kordt hat hierbei versucht, sich an der Eppenhauser Jahreslosung „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ zu orientieren. Demgemäß strahlen ihre farbenfrohen Bilder Optimismus und Lebensfreude aus. Sie sind gefühlsbetont gemalt, zeigen eine treffsichere Behandlung des Lichts und ziehen viele Kirchen-Besucher stark in ihren Bann.

Überdies präsentiert sie im Gotteshaus an der Eppenhauser Straße einige der für sie überaus typischen Blumenbilder – meist eher liebliche Darstellungen mit sanften Farben, Pastelltönen und hin und wieder leichten Anklängen an den Impressionismus. „Ich will,“ so betont sie immer wieder gerne, „mit meiner Kunst Freude bereiten.“ Und dies ist auch in Eppenhausen zu verspüren.

Wer etwas davon sehen möchte, muss sich sputen: Denn zu sehen sind Heta Kordts Werke unter der Überschrift „ZeiTRaum“ nur noch bis zum kommenden Sonntag, 20. November 2011.

Öffnungszeiten der Kirche: Mittwoch bis Freitag von 8 bis 16 Uhr sowie am Sonntag direkt nach dem Gottesdienst.