Hunde auch im Wald besser an die Leine!

(Foto: Ruhrverband)

Hagen. Im Frühjahr bekommen die Rehe ihre Kitze, die sich instinktiv im hohen Gras oder Unterholz verstecken, wenn die Mutter auf Nahrungssuche geht.

„Die Zeit, in der das Kitz der Ricke noch nicht folgen kann, ist die gefährlichste Phase im Leben eines jungen Rehs“, weiß Berit Hanf, Forstingenieurin beim Ruhrverband. „Es muss sich ganz auf seine Tarnung verlassen können, um nicht zur Beute von Raubtieren zu werden.“

Und auch der beste Freund des Menschen ist ein solches Raubtier, warnt die Fachfrau. „Selbst wenn ein Hund normalerweise aufs Wort gehorcht, kann das am Spazierweg liegende Kitz seinen Jagdinstinkt wecken. Deshalb bitten wir alle Hundebesitzer, gerade jetzt im Frühjahr besonders gut auf ihre Vierbeiner aufzupassen und sie nach Möglichkeit an der Leine zu führen.“

Abseits der Wege müssen Hunde im Wald ohnehin angeleint werden – so will es das nordrhein-westfälische Landesforstgesetz. Auf dem Waldweg können Hunde zwar auch frei laufen, aber es muss jederzeit gewährleistet sein, dass sie sich im Einwirkungsbereich ihres Halters befinden. Und wenn dann plötzlich das Rehkitz lockt, ist der Hund womöglich schneller verschwunden, als Herrchen schauen kann.

Im Frühjahr gilt also: Hunde besser an die Leine.