Kaffee zum Wärmen, Gespräche zum Helfen – Werner Hahn bei der Bahnhofsmission

Hagen. Hagener Persönlichkeiten tauschen ihre Jacke mit der
Weste der Bahnhofsmission Hagen: Mit dieser Aktionsreihe möchte das Team der
Bahnhofsmission um Leiterin Ilona Ladwig-Henning in den nächsten Wochen das
Bewusstsein für das Angebot, aber auch für den großen Hilfebedarf in Hagen
allgemein wecken.
Zum Auftakt war Werner Hahn, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters der Stadt
Hagen, vor Ort, um sich einerseits über das Angebot zu informieren, andererseits
aber auch selbst für einige Stunden zum Team der Bahnhofsmission zu gehören.
„Mir war nicht bewusst, welche soziale Rolle die Bahnhofsmission einnimmt, ich
habe das Aufgabenfeld bis dato auf die Reisebegleitung reduziert“, sagt Werner
Hahn. Selbstverständlich kümmert sich die Bahnhofsmission darum, dass älteren
oder Reisenden mit Handicap beispielsweise beim Ein- und Umsteigen geholfen wird
oder alleinreisende Kinder begleitet werden. Das allein ist aber nicht die
einzige Aufgabe. „Wir bieten einen Kaffee zum Aufwärmen, vermitteln in das
Hagener Hilfesystem und sind oft erster Ansprechpartner für komplexe
Problemsituationen“, erklärt Ilona Ladwig-Henning.
„Gerade zum Ende eines jeden Monats ist bei uns viel los“, sagt Rita Giesgen,
die sich ehrenamtlich engagiert. „Dann wird bei vielen Leuten das Geld knapp und
sie wissen nicht weiter.“
So ist die Bahnhofsmission selbst an Weihnachten und Silvester geöffnet,
„dann finden in erster Linie Alleinstehende den Weg zu uns. Wir schaffen bei uns
eine weihnachtliche Atmosphäre und können Trost geben.“ Aber nicht nur sozial
Schwächere sind es, denen das Team hilft. „Gerade in der hektischen Adventszeit
kommen immer wieder Leute zu uns, die ihr Portemonnaie verloren haben und denen
so das Geld für die Fahrkarte fehlt. Wenn eine Anzeige im Vorfeld bei der
Polizei erstattet wurde und wir vereinbaren, dass wir das Geld für den
Fahrschein zurückbekommen, helfen wir auch hier gerne aus.“