Kalender erinnert an Franz Arendt

Volmarstein. Mit einem besonderen Kalender 2017 erinnert die
Evangelische Stiftung Volmarstein an den 100. Todestag ihres Gründers Franz
Arndt. Er engagierte sich 41 Jahre lang als Volmarsteiner Gemeindepfarrer – und
zwar vor allem für Menschen mit Behinderungen, die damals keine Lobby hatten.
Franz Arndt starb am 19. Juli 1917 im Alter von 68 Jahren. „Er war eine
herausragende Persönlichkeit“, betont Stiftungs-Vorstand Jürgen Dittrich
rückblickend.
Ein Stück
Heimatgeschichte
Dittrich hat den Kalender gemeinsam mit Lothar Bücken, ehemaliger Leiter des
Volmarsteiner Berufsbildungswerks, konzipiert. Entstanden ist ein Stück
Heimatgeschichte: Der Kalender besteht aus zwölf Texten und zwölf Bildern. In
den Texten beschreibt Jürgen Dittrich mit viel Liebe zum Detail den Lebensweg
von Franz Arndt. Dafür hat er umfassend im Stiftungsarchiv recherchiert.
Seine Beiträge wechseln sich ab mit eindrucksvollen Fotografien von Lucie
Ella Jürgens. Sie hat christliche Symbole wie kunstvolle Kirchen-Glasfenster
oder besonders gestaltete Kreuze, die seit langer Zeit in Einrichtungen der
Stiftung sichtbar sind, abgelichtet.
Bedeutsamer
Grundsatz
Es ist vor allem ein Satz von Franz Arndt, der für die Stiftung bis heute
große Bedeutung hat: „Die Not ist groß, aber sie muss zerschellen an der Liebe,
die noch viel größer ist!“ Unter diesem Grundsatz stand das diakonische Wirken
Arndts. Dafür nahm er eigene finanzielle Risiken in Kauf, machte sich zu
sogenannten „Pfennigsammlungen“ auf, bat Unternehmer um Hilfe.
Das von ihm auf dem Stiftungsgelände errichtete Johanna-Helenen-Heim galt als
erstes sogenanntes „Krüppelheim“ in Westfalen. Dieses Haus, das heute die
Oberlinschule nutzt, gilt als Wiege der aktuellen modernen Behindertenhilfe der
Stiftung. „Franz Arndts Anliegen, dass die Diakonie zur Kirche gehört, hat bis
heute Bestand“, so Jürgen Dittrich.
Kalender für
Tisch und Wand
Den Franz-Arndt-Kalender gibt es als großen Wand- und kleinen Tischkalender
an folgenden Verkaufsstellen: Bücherstube Draht in Wetter, Volmarsteiner
Dorfcafé, Gärtnerei des Berufsbildungswerks und Lesen & Hören in Hagen.
Außerdem kann der Kalender im Verlag der Werkstatt für behinderte Menschen
(WfbM) bestellt werden, E-Mail: ­werkstattverlag@esv.de.