Keine Hebammen: Geburtshilfe am Mops muss erneut vorübergehend schließen

Haspe. Aufgrund eines akuten Mangels an Hebammen stellt das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe von Samstag, 23. Dezember, bis Montag, 1. Januar 2018, vorübergehend den Betrieb der Geburtshilfe ein.

Die Gynäkologie und die Urogynäkologie sind davon nicht betroffen. „Der erneute Personalengpass zwingt uns zu diesem Schritt“, erklärt Chefarzt Dr. med. dr hab. Jacek Kociszewski. „Die Sicherheit für Mutter und Kind steht an erster Stelle. Mit zu wenig Fachpersonal können wir diese nicht gewährleisten.“

Anfang Dezember hatte das Krankenhaus am Mops bekannt gegeben, die Geburtshilfe voraussichtlich zum 31. März 2018 zu schließen. „Aufgrund der Personalsituation müssen wir den Betrieb früher einstellen“, sagt nun Olaf Heinrich, Kaufmännischer Geschäftsführer im Hasper Krankenhaus. Ab dem 2. Januar 2018 geht der Betrieb in Hagen-Haspe weiter. Am 1. Februar 2018 wird dann der Kreißsaal endgültig geschlossen.

AKH ist vorbereitet

„Natürlich ist es eine Herausforderung für ein Krankenhaus, wenn eine benachbarte Geburtshilfe schließen muss”, erläutert der neue Geschäftsführer des Allgemeinen Krankenhauses Hagen, Georg Schmidt. „Dennoch lassen wir keine Mutter mit Kind zurück. Wir werden mit vereinten Kräften alle Eltern über Weihnachten und Neujahr gut versorgen.” Dafür wurden bereits Vorkehrungen getroffen, Dienstpläne abgestimmt und Prozesse geschärft. Für Notfälle stehen die Mitarbeiter in der Kinderintensivmedizin jederzeit bereit.

„Wir nehmen das Projekt Geburtshilfe für Hagen ernst. Wir möchten die beste Lösung für alle Beteiligten finden. Für unser Hebammenteam, aber vor allem, für werdende Eltern in Hagen, die die Chance haben sollten, unmittelbar und sicher begleitet zu werden.”
Dr. med. Marc Schüßler, Chefarzt der Frauenklinik und des Perinatalzentrums im AKH

Um die Versorgung schwangerer Frauen in Hagen auch in Zukunft bestmöglich zu gewährleisten, arbeiten zurzeit das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe, das Agaplesion Allgemeine Krankenhaus Hagen, die Bezirksregierung Arnsberg und das Gesundheitsamt am Projekt „Geburtshilfe für Hagen”.

„Das Ärzte- und Hebammenteam arbeiten hier auf Augenhöhe zusammen. Das möchten wir auch den Hebammen aus dem Mops anbieten. Sie sind bei uns in der Geburtshilfe herzlich willkommen”, betont Dr. med. Marc Schüßler, Chefarzt der Frauenklinik und des Perinatalzentrums im AKH.