Kicken für Jessica

Hohenlimburg. (anna, 05.05.10) Schon zum vierten Mal veranstalten nun Uwe Straube – Vater der am Rett-Syndrom leidenden zwölfjährigen Tochter Jessica – und ihr Onkel Erdal Keser, Ex-BVB-Spieler (bis 1984), zusammen mit dem Verein Kinderlachen und vielen Sponsoren am Samstag, 29. Mai, ab 12 Uhr einen Benefiztag zugunsten der Rett-Forschung mit einem spektakulären Prominentenfußballspiel. Dieses Mal findet die Veranstaltung im Kirchenbergstadion in Hohenlimburg statt.

Ab 12 Uhr gibt es nicht nur ein üppiges, attraktives Kinderprogramm, sondern auch Aktionen für die ganze Familie, inklusive kulinarischer Köstlichkeiten. Um 16 Uhr wird die kleine Jessica dann den Anstoß zum großen „Promi-Kick“ geben.

Mit Wörns

Das Prominentenfußballspiel wird in diesem Jahr zwischen dem „Rett-Dream-Team“ und einer Mannschaft vom Kinderlachen e.V., „Stars and Friends“, ausgetragen. Wie Marc Peine (Kinderlachen) berichtet, werden in der Mannschaft hochrangige Sportgrößen und andere Prominente vertreten sein, wie zum Beispiel die Ex-Fußballstars Christian Wörns (Nationalspieler/ u.a. beim BVB), Dariusz Wosz und Olaf Dreßel vom VfL Bochum sowie die Sänger Giovanni Zarrella (Bro’Sis) und Mark Marshall, Sohn von Toni Marshall – um nur einige zu nennen.

In der Mannschaft des „Rett-Dreamteams“, das Erdal Keser und Uwe Straube zusammenstellen, sind wie immer bekannte Promis wie Piet Klocke und vielleicht auch wieder Micky Krause am Ball. Erste Frau im „Rett-Dreamteam“ wird Ex-Boxerin Julia Sahim sein. Ihr Kommen und Mitspielen zugesagt haben jetzt zur großen Freude von Uwe Straube und Erdal Keser auch noch Helmut Kremers, Ulli Borowka, Thomas Allofs und Schauspieler Ralf Richter. „Helmut Kremers hat über 250 Bundesligaspiele, überwiegend für Schalke 04 bestritten. Kurzfristig war er auch Präsident von S04. Er war Nationalspieler und gehörte zur Weltmeisterschaftsmannschaft 1974.“

Auch Ulli Borowka ist ehemaliger Nationalspieler; er hat 388 Bundesligaspiele für Mönchengladbach und Werder Bremen gespielt. Thomas Allofs, ebenfalls Ex-Nationalspieler, hat 378 Bundesligaspiele für Düsseldorf, Köln und Kaiserslautern auf dem Buckel.

Hilfe für Rett-Mädchen

Heilen kann man das Rett-Syndrom bis heute nicht. Auch scheint es nur einen Professor zu geben, der Forschungen auf diesem Gebiet betreibt. „Für die pharmazeutische Forschung sind die Krankenzahlen einfach zu gering“, weiß Straube, der als Bundesbeauftragter für Forschungsmittel der Elterninitiative immer im Kontakt mit dem Rett-Forscher steht. „Es gibt aber eine Vielzahl von unterstützenden Therapien, die den Mädchen das Leben erleichtern: Krankengymnastik, Musik-, Reit- und Beschäftigungstherapie oder auch therapeutisches Schwimmen. Rett-Mädchen haben eine normale Lebenserwartung.“

Vielleicht wird es eines Tages doch noch etwas geben, was den schrecklichen Verlauf der Schwerstbehinderung etwas aufhalten und die Lebensqualität heraufsetzen kann…