Kino-Reihe zeigt, wie es damals war

Die Ingenieurschule ist Mittelpunkt eines Films der Onikon-­Reihe „Aus der Schatztruhe“.(Foto: Onikon)

Herdecke. Das Programmkino Onikon in Herdecke setzt seine im letzten Jahr mit Erfolg gestartete Reihe „Aus der Schatztruhe des unsterblichen Schulfilms“ fort. In der vierten Ausgabe werden am Samstag, 10. November, ab 18 Uhr Original-Unterrichtsfilme aus den 40er bis 70er Jahren mit einem analog ratternden 16mm-Projektor im Kinosaal gezeigt.
Zunächst nehmen die Veranstalter Uli Weishaupt und Christian Bönisch die Zuschauer mit ins Land der Märchen zu „Dornröschen“, einer 74 Jahre alten Stop-Trick-Verfilmung der Brüder Diehl.

Dann kann man den dichterischen Worten Eugen Roths zu einem heiter-ernsten Film-Essay über den gehetzten Tagesablauf eines Vaters in der Wirtschaftswunderzeit lauschen.
In einem 54 Jahre alten Farbfilm erfahren die Zuschauer, wie Dach- und Mauerziegel hergestellt werden und erleben in Real- und schematischen Trickaufnahmen die Produktionsabläufe von der Rohstoffförderung bis zum Versand.
Der Film „Teen-Aktion ’70“ rekonstruiert den Weg einer Werbekampagne der Agfa und beleuchtet die Arbeitsschritte von der ersten Idee bis zum fertigen Werbefilm für die Agfamatic-Camera in „Europas heißester Tasche“.

Ingenieure für morgen

Abschließend erzählt der aus Hagen stammende Hans-Joachim Paletzki, wie es 1968 zu dem Film „Ingenieure für morgen“, seine Examensarbeit zum Maschinenbauingenieur, kam. Mit seiner 16mm-Kamera erstellte er als damals 26-jähriger Autor, Regisseur, Kameramann und Cutter in Personalunion einen Farb-Dokumentarfilm über die Geschichte und die Ausbildung an der traditionsreichen Hagener Ingenieurschule, u.a. mit Szenen aus Hörsälen und interessanten Laboratorien im 1964 bezogenen Neubau an der Feithstraße. Gezeigt wird als Kinopremiere der mit Erläuterungen und Musik unterlegte Original-Film.
Die Veranstaltung im Kino an der Goethestraße 14 dauert rund 120 Minuten. Kartenvorbestellungen werden empfohlen unter E-Mail reservierung@onikon.de.