Lesenswertes Hagen

Hagen. (ME) Zu den gern geschenkten Präsenten, die auf die „letzte Minute“ eingekauft werden, gehören immer wieder auch Bücher über Hagen. Einige Beispiele:

HagenBuch

Das Hagenbuch 2012 widmet sich – wie seine Vorgänger – einmal mehr einer Vielzahl an Themen rund um die Volmestadt. Fast 40 Beiträge enthält der neue Band. Dabei fehlt ein Blick auf aktuelle Trends und Entwicklungen ebenso wenig wie ein Streifzug durch die Geschichte und Kultur. Auch der Sport und viel Lesenswertens rund um Hagener Persönlichkeiten nehmen einen großen Raum ein, so stellt Werner Hense den Ruderprofessor Karl Adam vor (Schöpfer des berühmten Ratzeburger Ruder-Achters), der nicht nur in Hagen geboren wurde, sondern nach dem auch eine Turnhalle benannt ist (in Vorhalle).

Im 2012er Buch lautet das Schwerpunktthema „Wirtschaft und Handel im Wandel“. Traditionen, Stärken und Besonderheiten stehen ebenso im Blickpunkt, wie Herausforderungen. Diese werden besonders deutlich im Beitrag von Erik O. Schulz – der Geschäftsführer der Agentur Mark führt vor Augen, was der demografische Wandel für Hagen bedeuten könnte. Manfred Möller greift in seinem Beitrag „125 Jahr Akku“ am Beispiel des Traditionsunternehmens „Varta“ einen einzigartigen Aspekt der Wirtschaftsgeschichte unserer Stadt auf. Gerhard E. Sollbach beleuchtet ein verkehrspolitisches Thema, das vor 200 Jahren von besonderer Brisanz war: Er untersucht den Chausseebau zwischen Iserlohn, Hohenlimburg und Hagen.

Einige weitere inhaltliche Beispiele: Heimatbund-Vorstand Jens Bergmann befasst sich mit der Arbeit der zahlreichen Hagener Wirtschaftsverbände. Enervie-Vorstandschef Ivo Grünhagen erläutert, warum die Mark-E nach Haßley umzieht. Stefan Fuhrmann stellt Otto Schott, den Gründer der berühmten Jenaer Glaswerkstätten, vor, der in Hagen die Schule besuchte. Dirk Göbel und Jörg Rudat erinnern an die futuristischen Verkehrsplanungen der 70er Jahre und erzählen die Geschichte vom Kabinentaxi (CAT). Michael Eckhoff geht auf die Anfänge des Hagener Stadtgartens ein. Und Hubert Köhler hat sich der Geschichte der früher in Oberhagen an der Eilper Straße beheimateten Firma Hussel angenommen. Und André Streich stellt mit bisher unveröffentlichten Fotos die Geschichte der Schlauchtürme der Hagener Feuerwehr vor.

Apropos André Streich: der Heimatforscher hat selbst auch ein Buch auf den Markt gebracht:

Feuerwehren in Hagen

Unter dem Titel „Feuerwehren in Hagen – Die Kraftfahrzeuge Bd.1“ präsentierte André Streich dieses Buch Mitte November. Seit 1984 fotografiert Streich alle roten Gefährte der Blauröcke, die ihm vor die Linse kommen. Zum Foto wandert schließlich auch die „Lebensgeschichte“ des Wagens in den Ordner. „Baujahr, Verwendung, Standort bis hin zum Verkauf oder zur Verschrottung … – ich habe alles festgehalten, was ich über jeden Wagen erfahren konnte“, erklärt Streich sein Vorgehen.

Mit dieser sorgfältigen und jahrelangen Recherche hat Autor André Streich ein Standardwerk zum Fahrzeugpark der Hagener Feuerwehren zusammengetragen. Sein Buch präsentiert mit zahlreichen – zum Teil noch nie veröffentlichten – Abbildungen ein ziemlich vollständiges, nach Fahrzeuggruppen geordnetes Verzeichnis, das neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren sowie die Werks- und Betriebsfeuerwehren von Varta/Hawker, Hoesch/ThyssenKrupp, Klöckner, Zwieback Brandt und Stora Kabel umfasst.

Ergänzt werden die Abbildungen, die selbstverständlich auch den aktuellen Fahrzeugpark erfassen, durch präzise Texte mit umfassenden technischen Angaben und Erläuterungen. Das chronologische Fahrzeugverzeichnis der Hagener Wehren mit seinen qualitativ hochwertigen Abbildungen wird so zu einem faszinierenden Nachschlagewerk für Fahrzeugfans, Feuerwehrhistoriker, Modellbauer und Heimatforscher.

Das Buch „Feuerwehren in Hagen – Die Kraftfahrzeuge Bd.1“ kam im Ardenku-Verlag auf den Markt und kostet 32 Euro.

Herausgeberin Dr. Elisabeth May (l.), Verlegerin Petra Holtmann, Fotograf Stefan Fuhrmann (l., hinten), Dezernent Dr. Herbert Bleicher (3.v.r.), Sponsor Herald Kaerger (2.v.r.) und Mitherausgeber Dr. Tayfun Belgin (r.) stellten im November den neuen Prachtband „Zwischen Tradition und Moderne - Jugendstil und mehr in Hagen“ vor. Nicht auf dem Foto: Mitherausgeber Michael Eckhoff. (Foto: wochenkurier)

Jugendstilbuch

„i-Tüpfelchen“ unter den Erscheinungen dieses Herbstes ist sicherlich das Buch „Zwischen Tradition und Moderne – Jugendstil und mehr in Hagen“. Vor weit über zwei Jahren kündigte sich mit großen Schritten das Kulturhauptstadtjahr „Ruhr 2010“ an. Auf Initiative des Direktors des Osthaus-Museums, Dr. Tayfun Belgin, und des Stadtmarketingvereins, Christian Isenbeck, wurde seinerzeit ein Arbeitskreis zum Thema „Jugendstil in Hagen“ ins Leben gerufen. Das Ziel: es sollten im Hinblick auf den Hagener Höhepunkt der Kulturhauptstadtjahres (im Juli 2010) einige Ideen entwickelt werden, wie die Baukunst rund um Karl Ernst Osthaus (Stichwort: „Hohenhof“) in den Mittelpunkt gerückt werden könnte.

Schnell war man sich einig, ein entsprechendes Buch in Angriff zu nehmen und dabei den Bogen weiter zu spannen. Das heißt, man wollte nicht allein die Zeit zwischen 1900 und 1910 betrachten. Vielmehr sollte die städtebauliche und architektonische Entwicklung der Epoche von circa 1870 und 1930 in Hagen bearbeitet werden. An dem Buch waren sieben Autoren beteiligt und überdies zahlreiche Fotografen, allen voran Stefan Fuhrmann. Petra Holtmann (Ardenkuverlag) hat das Werk engagiert und liebevoll verlegerisch betreut. Das im Ardenkuverlag fabrizierte Buch kostet 29,80 Euro und ist im normalen Fachbuchhandel, aber auch im Osthaus-Museum erhältlich.