Liebevolle Weihnachts-Inszenierung im Werkhof

Hohenlimburg. (zico) Für Kater Findus und alle Kinder aus Hohenlimburg und Umgebung ist bereits am 1. Dezember Bescherung! Dann nämlich präsentiert das im dritten Jahr bestehende „Theater Pfifikus“ im Werkhof-Kulturzentrum an der Herrenstraße die Premiere seines bezaubernden Weihnachtsstücks „Morgen, Findus, wird’s was geben“, das im Dezember insgesamt viermal Groß und Klein in den Saal des Werkhofes lockt.

Der Hohenlimburger Schauspieler Ralf Schlüter und seine 14-jährige Tochter Sophie versetzen Groß und Klein im Werkhof-Kulturzentrum mit dem Stück „Morgen, Findus, wird’s was geben“ in Weihnachtsstimmung. (Foto: Frank Schmidt)

In den Hauptrollen: Der Hohenlimburger Schauspieler Ralf Schlüter, seit über 20 Jahren kreativer Kopf des heimischen Amateurtheaters „Mummpitz“ und Darsteller des „Pettersson“, sowie seine 14-jährige Tochter Sophie als „Kater Findus“.

Zwei Familien

Dass es bei den auf Hochtouren laufenden Proben ausgesprochen familiär zugeht, liegt jedoch nicht nur an den beiden Schlüters. Es ist vielmehr das Konzept des „Theaters Pfifikus“, das gute Unterhaltung „von Familien für Familien“ auf die Bühne bringt. Und somit ist auch eine zweite Familie beteiligt, wenn es gilt, Pettersson und Findus Leben einzuhauchen: Lukas Beer (7 Jahre) schlüpft in die Rolle von Kirsten alias „Kiste“, Mutter Alexandra ist gleich in mehreren kleinen Rollen zu sehen, und Vater Markus zieht hinter den Kulissen die Fäden. Kennen gelernt haben sich die Schlüters und die Beers aus Dortmund im Ensemble der Naturbühne Hohensyburg, in dem sie ebenfalls seit einigen Jahren aktiv sind.

„Mit Papa auf der Bühne zu stehen, ist für mich etwas ganz Besonderes“, strahlt Sophie Schlüter, die von Kindesbeinen an Theaterluft geschnuppert hat und als Riesentalent gilt. Berufsschauspielerin will das aufgeweckte Mädchen jedoch nicht werden: „Ich möchte später mal Grundschulkinder unterrichten.“ Und damit ebenfalls in die Fußstapfen des Vaters treten, denn der 42-jährige Papa ist als Berufsschullehrer in Iserlohn tätig. Bereits zum dritten Mal hebt sich im Werkhof der Vorhang für eine „Pfifikus-Produktion“: Im vergangenen Jahr erfreute man die Zuschauer mit dem Janosch-Stück „Oh wie schön ist Panama“, und 2010, beim Debüt, präsentierten die Schlüters und die Beers im Rahmen ihres Familienprojekts mit „Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ schon einmal einen Stoff aus der Feder des schwedischen Autors Sven Nordqvist, an den sich das aktuelle Stück nun anschließt.

„Diesmal“, so Ralf Schlüter, „werden Pettersson und Findus die Besucher unseres Theaters so richtig in Weihnachtsstimmung versetzen.“ Schuld daran ist der alte Pettersson. Seit der seinem Kater nämlich vom Weihnachtsmann erzählt hat, hat Findus nur noch einen Wunsch – dass der Weihnachtsmann auch zu ihm kommt!

Alles ganz anders…

Klar, dass Pettersson ihn nicht enttäuschen möchte. Gemeinsam mit Findus schreibt er einen Wunschzettel, den man über Nacht in einem Schneeball versteckt. Am nächsten Morgen ist der Wunschzettel tatsächlich verschwunden. Unter Druck gesetzt, baut Pettersson seinem Kater im Tischlerschuppen eine Weihnachtsmann-Maschine, mit der er Findus zu Weihnachten überraschen will. Doch am Ende kommt alles ganz anders, als Pettersson es geplant hat. Ob es wohl daran liegt, dass manchmal Dinge geschehen, die man einfach nicht rational erklären kann? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Briefträger und dem skurrilen Kofferverkäufer auf sich, die scheinbar alle Wünsche von Findus kennen?

Präsentiert wird diese behagliche Geschichte mit ihrem nostalgischem Charme in einer liebevollen und kindgerechten Inszenierung, in der sich Realität und Illusion vermischen.

Premiere ist am Samstag, 1. Dezember 2012, 16 Uhr; weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 7. Dezember, 17 Uhr, Samstag, 8. Dezember und am Sonntag, 9. Dezember 2012, 16 Uhr. Tickets gibt’s unter anderem im Werkhof, Herrenstraße 17, Ruf (02334) 929190, sowie beim wochenkurier, Frankfurter Straße 90, Ruf (02331) 9225514.