Mal was Neues ausprobieren? Indiaca beim Elseyer TV

Wochenkurier-Redakteur Heiko Cordes (links) durfte bei der Indiaca-Gruppe in Elsey selbst einmal den rasanten Sport mit dem Federball ausprobieren. (Foto: privat)

Elsey. (hc) Der gelbe Ball mit der roten Feder rauscht ganz knapp am Kopf von Magret vorbei, sodass die Haare fliegen. „Alles in Ordnung?“, fragt Walter, er hat den Ball über das Netz geschlagen. Die 85-Jährige lacht und antwortet: „Na, klar. Alles in Ordnung!“

Volley mit Feder

Bei den Senioren des Elseyer TV wird Indiaca gespielt – und das mit großer Leidenschaft. Volleyball mit einem Federball, so lässt es sich am einfachsten erklären. Die Regeln sind ähnlich: Spätestens beim dritten Kontakt muss der Ball über das Netz,. Wenn er den Boden berührt, gibt es einen Punkt. Geht er ins „Aus“, bekommt die gegnerische Mannschaft einen Punkt. Das Angriffsrecht wechselt, wenn eine Mannschaft punktet. Bei 15 Punkten endet ein Satz, dann folgt der Seitenwechsel. Normalerweise spielt man fünf gegen fünf. Doch beim ETV hat jedes Team nur vier Mitglieder – und das nicht ganz freiwillig.

„Als wir angefangen haben, waren vier, fünf Teams pro Training. Doch durch Krankheit und Sterbefälle sind wir immer weniger geworden“, erklärt Trainerin Doris.

Nachwuchsproblem

Der ETV hat also ein Nachwuchsproblem bei der Indiaca-­Gruppe. Wobei Nachwuchs relativ ist. Klaus ist das „Küken“ der Trainingsgruppe – mit 70 Jahren. Früher war er passionierter Volleyballer, doch mit zunehmendem Alter wurde der rasante Kampf um den Ball etwas anstrengend.

Beim ETV ist es etwas gemütlicher, wenngleich nicht weniger ehrgeizig. Wer den Ball ins Netz haut, der bekommt auch einmal Sticheleien ab – von den eigenen Teamkameraden ebenso wie vom Gegner, Hauptsache nicht unterhalb der Gürtellinie und sportlich fair.

Besonders wenn Trainierin Doris einmal ein Missgeschick passiert, ist die Schadenfreude groß. Schließlich hält die Frau die Zügel der Gruppe in der Hand und sagt, wo es lang geht – was wohl so manchem gestandenen Mann nicht immer schmeckt. Doch insgesamt geht es in der Gruppe sehr harmonisch zu.

Damit auch jeder einmal mit jedem spielen kann und bei der Teamwahl keine Grüppchenbildung entsteht, wird immer gelost. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass keiner sich über die Spielstärke beschweren kann, schließlich hat Fortuna ja entschieden.

Neue Leute gesucht

Damit in Zukunft auch weiterhin Indiaca gespielt werden kann, sucht die Truppe eifrig nach weiteren Mitstreitern.

Ab 50 Jahren, egal ob Mann oder Frau, nur aktiv müssen die „Neuen“ sein. Schließlich wird ja Sport getrieben, bei dem man auch mal ein bisschen springen oder sprinten muss. Immer montags und donnerstags trifft sich die lustige Truppe. Montags ab 10.30 Uhr, mittwochs um 10 Uhr. Knapp zwei Stunden dauert eine Einheit. Wer Lust hat, der soll einfach vorbeikommen in der ETV-Halle, Heidestraße 34 (Elsey). Sportsachen und Sportschuhe sollte man einpacken und schon kann man loslegen. Die Männer und Frauen der Indiaca-Gruppe sind immer gut drauf, haben einen gesunden sportlichen Ehrgeiz und Spaß an der Bewegung. Das merkt man auch daran, dass keine große Pausen gemachten werden, um zu quatschen. Mal ein Schluck Wasser aus der Flasche zwischen zwei Sätzen – das muss genügen.

Wer also sportlichen Spaß in einer tollen Gruppe erfahren möchte, der ist bei der „Indiacern“ goldrichtig.