Hagen. Der heimische Kunstverein „Hagenring“ zeigt aktuell die Ausstellung „Massenhafte Vermehrung der Formen“ mit Arbeiten von Marc Bühren. Bühren wurde 1974 in Gevelsberg geboren und lebt als freiberuflicher Künstler heute in Dortmund. Er studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal.

Auf der einen Seite arbeitet Bühren mit dem manuellen 3D-Druck, bei welchem er eine auf das Wesentliche reduzierte Formensprache für seine fragilen Installationen wählt. Seine raumgreifenden Zeichnungen entstehen mit heißem Biokunststoff aus dem 3D-Stift. Mit dieser Technik ist er bereits für drei Kunstpreise aus der Region nominiert worden.

Auf der anderen Seite erschafft er vielschichtige Werke mit Eitempera auf Leinwand, für deren Entstehung er einen überladenen und komplexeren Umgang der Gestaltung nutzt.
Beiden Techniken gemein ist die Auseinandersetzung mit Mensch und Natur sowie mit der wechselseitigen Beziehung von Mensch und Natur. Bühren nutzt die 3D-Zeichnung als sinnvolle Ergänzung seiner Temperamalerei.

Menschen sind – quasi als „Naturgewalten“ – zu den wichtigsten Einflussfaktoren für die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden. Mit fragilen Installationen soll auf die schützenswerte Umwelt hingewiesen werden. Die Arbeiten stellen zugleich eine künstlerische Reflexion der Zeitgeschichte mit politischer und gesellschaftlicher Kritik dar.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2019 in der Hagenring-Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71, dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.