Mystische Schönheiten

Hagen. Die Ausstellung „Von geheimnisvoller Schönheit – Zeitgenössische figurative Positionen“, wurde am vergangenen Samstag, 28. Mai, im Osthaus- Museum Hagen eröffnet.
Das Museum zeigt Werke von vier Künstlern aus Deutschland und Österreich. Während der Künstler Martin Schnur, 1964 geboren, sich vor allem mit geheimnisvollen Bildszenen, einsamen Menschen und düsteren Orten auseinandersetzt, bei denen sich der Hintergrund jeweils mit dem Vordergrund überlappt und mehrere Ebenen zeigt, kennzeichnen die Bilder von Benedikt Richert vor allem ihre Formen der Verzerrung seiner Figuren. Richert macht es sich zu eigen, jegliche Figuren und Formationen in ihre Einzelbauteile zu zerlegen.
Robert Freund hingegen beschäftigt sich vor allem mit fantastischen Bildwelten, die ihre Rätselhaftigkeit in den Vordergrund stellen. Oft beziehen sich seine Werke auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse.

Zeitreise

Zu guter Letzt stellt auch Andrea Lehmann ihre Werke in den Räumen des Osthaus-Museums aus. Die 1975 in Düsseldorf geborene Künstlerin versteht es, mit ihren Bildern eine geschichtliche Zeitreise zu erzeugen, die so echt und doch so absurd in seiner Darstellung scheint, dass schon der Eintritt in den großen Ausstellungsraum begeistert. Dies gelingt ihr nicht zuletzt durch den Wandel und Materialmix, den sie verwendet. So sind ihre Bilder, die auf Papier gemalt sind, durch die Verwendung grober Materialien wie Haaren dreidimensional erfahrbar. In ihren Bildern taucht oft die Figur des Krokodils auf. Ähnlich wie ihre Künstlerkollegen erzählt Lehmann Geschichten in Bildern. Düster gestaltet, teils menschlich, teils tierisch. Und in jedem Fall einen Besuch wert.

Infos zur Ausstellung

Die Ausstellung wird seit dem vergangenen Samstag, 28. Mai,  im Osthaus-Museum, Museumsplatz 1, gezeigt und kann noch bis zum 24. Juli besucht werden.