„Nordwind extra“ im Werkhof Hohenlimburg

Der Hohenlimburger Schauspieler Ralf Schlüter ist mit Partnerin Alexandra Beer am 8. und 10. Mai erneut in dem Stück „Gut gegen Nordwind“ auf der Werkhofbühne zu sehen. (Foto: Theater Pfifikuss)
Der Hohenlimburger Schauspieler Ralf Schlüter ist mit Partnerin Alexandra Beer am 8. und 10. Mai erneut in dem Stück „Gut gegen Nordwind“ auf der Werkhofbühne zu sehen. (Foto: Theater Pfifikuss)

Hohenlimburg. (Red.) Zugabe für das Theater Pfifikuss, das mit „Gut gegen Nordwind“ einen überraschend großen Publikumserfolg bei vier Aufführungen im Werkhof Hohenlimburg landete. So kamen Werkhof-Kulturleiter Volker Schwiddessen und die Darsteller überein, zwei Zusatztermine für alle diejenigen anzubieten, die das ebenso unterhaltsame wie berührende Stück über eine ungeplante Internet-Liebschaft noch nicht gesehen haben.

Am Freitag, 8. Mai 2015, 20 Uhr, und am Sonntag, 10. Mai 2015, 18 Uhr, sind diese Aufführungen im Werkhof zu sehen. Im Interview spricht Ralf Schlüter, einer der beiden Hauptdarsteller, über Hintergründe und Besonderheiten des Stücks.

Wochenkurier: Wie erklären Sie sich den großen Zuspruch für „Gut gegen Nordwind“?

Ralf Schlüter: Die Nachfrage stieg von Aufführung zu Aufführung, und das mag daran liegen, dass man das Theater Pfifikuss bislang nur mit Kinderstücken erlebt hat. Mit Stücken für Erwachsene hatten wir uns noch keinen Namen gemacht. Nach der Premiere sprach sich dann herum, dass es eine intensive, stimmige Inszenierung ist, die einen Besuch lohnt. Dazu kommt, dass das Stück sehr zu Herzen geht. So mancher Zuschauer hat auch ein paar Tränen verdrückt. Uns Schauspielern ging es bei der ein oder anderen Probe übrigens genauso.

Was ist das Besondere an dem Stück?

Eine Herausforderung ist, dass Alexandra Beer und ich zunächst zwar zusammen auf der Bühne stehen, aber nicht mit-, sondern nebeneinander agieren. Die Bühne ist also geteilt, und wir mussten uns daran gewöhnen, komplett zu ignorieren, was der andere drei Meter neben einem spielt. Erst ab der Mitte des Stückes entsteht eine gewisse Nähe zwischen den beiden Darstellern. Besonders ist auch, dass es um ein sehr modernes Thema geht, nämlich um die Kommunikation mittels neuer Medien. Es gibt logischerweise noch nicht viele Theaterstücke, die sich damit befassen.

Wie stellt sich das Zusammenspiel mit Alexandra Beer in einem Zwei-Personen-Stück für Sie dar?

Wir harmonieren sehr gut. Keiner versucht, sich in den Vordergrund zu spielen; stattdessen befruchten wir uns gegenseitig. Wir kennen uns ja auch schon von den Kinderstücken her.

Ein Zwei-Personen-Stück bringt aber auch mit sich, dass viel Text für die beiden Darsteller gelernt werden muss…

In der Tat. Das ist viel Arbeit, bietet aber auch den Vorteil, dass man seinen Charakter besonders intensiv auf der Bühne entwickeln und darstellen kann. Mit „Allein in der Sauna“ habe ich ja auch schon einmal ein Ein-Personen-Stück gespielt. Da musste ich noch deutlich mehr Text lernen.

Wird das Theater Pfifikuss sich nun komplett auf das erwachsene Publikum verlegen?

Nein. Es gibt zwar eine Fortsetzung des Romans „Gut gegen Nordwind“, aber noch nicht als Theaterfassung. Wir werden im Herbst erst einmal ein Kinderstück präsentieren; welches, steht noch nicht fest. Ich selbst werde mit meinem Kollegen vom Amateurtheater Mummpitz, Roman Wissenbach, am 18. Juni 2015 am Berufskolleg in Iserlohn ein Stück aufführen, das wir selbst geschrieben haben: „Eine pixelige Odyssee“. Es befasst sich mit Spielsucht am PC. Da werden sich besonders Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen fühlen.

Gibt es noch Karten für die beiden Zusatztermine?

Ja. Sie kosten zehn Euro, ermäßigt acht Euro, und können an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Werkhof, Tel. 02334/ 929190, erworben werden.