OB Schulz blickt auf 2014, Teil 1

Hagen. (ME) In einem Brief hat sich der Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz an die im Ausland lebenden ehemaligen Volmestädter und -städterinnen gewandt. Darin blickt er auf die ereignisreichen vergangenen Monate zurück.

Erik O. Schulz (Foto: A. Schneider)
Erik O. Schulz (Foto: A. Schneider)

Erik Schulz schreibt:

Eine gute Tradition fortsetzend möchte ich als neu gewählter Oberbürgermeister erstmalig aus Hagen herzlich grüßen und einen Überblick über das langsam zu Ende gehende Jahr 2014 geben.
Auch in diesem Jahr ist wieder viel in unserer schönen Volmestadt passiert. Für mich persönlich war der 15. Juni ein besonderer Tag, denn an diesem Sonntag haben mich die Hagener Bürgerinnen und Bürger in der Stichwahl gegenüber meinem Mitkonkurrenten Horst Wisotzki (SPD) bei einer leider sehr geringen Wahlbeteiligung von 31,2 Prozent mit 62,7 Prozent aller Stimmen zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Bereits eine Woche später habe ich am 23. Juni meinen Dienst angetreten.

Einige Informationen zu meiner Person: ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich gehöre keiner Partei an und war nach meiner Ausbildung und mehreren Jahren Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Hagen die letzten 14 Jahre als Geschäftsführer bei dem kommunalen Tochterunternehmen „Agentur Mark GmbH“ beschäftigt.

Ratswahl

Vor der Stichwahl fanden am 25. Mai parallel zur Europawahl die Wahlen zum Gemeinderat und den Bezirksvertretungen statt. Bei der Ratswahl lag die Wahlbeteiligung bei 45,1%. Stärkste Partei wurde die SPD mit 32,8% aller Stimmen. Die weitere Verteilung: CDU 32,0%, Grüne 9,0%, Hagen Aktiv 8,1%, FDP 3,6%, Die Linke 4,3%, Bürger für Hagen 0,4%, Pro Nrw 2,0%, Bürger für Hohenlimburg 2,3%, AfD 3,7%, Piraten 1,6% sowie Peter Demnitz als Einzelkandidat 0,2%.

Bei den Bewerbern um den Posten als Oberbürgermeister konnte keiner der fünf Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit gewinnen. Neben Horst Wisotzki (für die SPD) und mir (für CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen) traten noch Dr. Josef Bücker (Hagen Aktiv), Ingo Hentschel (Die Linke) und Michael Eiche (AfD) als direkte OB-Kandidaten an.

Drei Umzüge

Zu Beginn des Jahres, genauer Anfang März wurde es bunt auf den Hagener Straßen. Insgesamt mehr als 90.000 Narren säumten die Straßen bei den traditionellen Karnevalsumzügen in Boele und der Hagener Innenstadt. Und weitere 20.000 Menschen feierten im Juni den inzwischen bereits 135. Hasper Kirmesumzug.

Ebenfalls im März gab es eine gute Nachricht aus dem Hagener Polizeipräsidium: unsere Stadt gehört auch weiterhin zu den sichersten Großstädten in Nordrhein-Westfalen. Mit 16.300 Delikten sank die Zahl der Straftaten gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 100. Übrigens: jede zweite Straftat konnte von der Polizei aufgeklärt werden.

Ehrung

Eine besondere Ehrung wurde dem Hohenlimburger Heimatforscher Dr. Wilhelm Bleicher zuteil, der u.a. von 1975 bis 1998 als Wissenschaftlicher Leiter des Museums Schloss Hohenlimburg fungierte und sich nicht nur in dieser Funktion um die Erforschung Hagens und die museale Präsentation der heimatlichen Archäologie verdient gemacht hat.

Bleicher wurde dafür vom damaligen Oberbürgermeister Jörg Dehm im Hohenhof mit der Ehrennadel der Stadt Hagen ausgezeichnet.

Abschied

Abschied und Neubeginn hieß es im Hagener Rathaus. Mit Erreichen seines 64. Geburtstages schied Dr. Christian Schmidt Ende April nach 23 Jahren als Beigeordneter aus dem Dienst der Stadt aus. Für ihn neu gewählt wurde Margarita Kaufmann, der als Dezernentin die Arbeitsgebiete „Jugend und Soziales“, „Bildung“, „Umwelt“ und „Sport“ unterstehen.

Fortsetzung folgt.