Oege im Fokus der neuen Hohenlimburger Heimatblätter

Oege. (Red.) Die neue Ausgabe der Hohenlimburger Heimatblätter liegt vor. Schon lange stand der Stadtteil Oege nicht mehr im Mittelpunkt der Heimatblätter. Das ändert sich mit dem just erschienenen Märzheft. Darin wird nicht nur der humoristische Begriff „Freistaat Oege“ beleuchtet, auch die Bedeutung des legendären Krokodils im Zusammenhang mit der Oeger Brücke spielt eine Rolle. Hinzu kommt die beindruckende Oeger Jugendstilarchitektur und eine besondere Institution im „Freistaat“, die Löschgruppe Oege. Doch der Reihe nach.
„Oeger Schlösschen“
Der erste Beitrag kündet von den besseren Zeiten eines einst schmucken Gebäudes, das aktuell in die Schlagzeiten geraten ist. „Der Baumeister Albert Loose, sein Oeger Jugendstil und das ‚Schlösschen‘ an der Feldstraße“, lautet der Aufmacher-Artikel. Verfasser Widbert Felka rückt das Wirken des Baumeisters in den Blick, der u.a. die unter Denkmalschutz stehende, auch überörtlich bedeutende Jugendstil-Häuserreihe am Drostenhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts geplant und errichtet hat. Das heute heruntergekommene sogenannte Oeger Schlösschen, errichtet von Loose 1900, war sein Wohn- und Geschäftshaus.
Löschgruppe Oege
Der Oeger Wolfgang Lenz, Gruppenführer der Löschgruppe Oege der Freiwilligen Feuerwehr, steuert einen informativen Beitrag zur Geschichte seiner Löschgruppe bei. Ausgehend von der Gründung am 12. Juli 1880, über einen Großbrand in der Hohenlimburger Innenstadt 1890 und die Jubiläen 1930 und 1955 führt Lenz zur heutigen „Löschgruppe 12 – Oege“ der Freiwilligen Feuerwehr Hagen. Seit 2012 hat die Gruppe ein eigenes Wappen. Gut bebildert, macht der Beitrag das Wirken der Feuerwehrleute in Vergangenheit und Gegenwart transparent.
Gasthof Grote
In der Reihe „Zur Schenke – Alte Wirtshäuser in Hohenlimburg“ stellt Widbert Felka den längst untergegangenen Gasthof Grote an der Oeger Bahnschranke vor. Gegründet Ende des 19. Jahrhunderts ursprünglich als Schenkwirtschaft „Zum alten Krieger“, war der Gasthof mit Kegelbahn über viele Jahrzehnte Synonym für Gastronomie und Geselligkeit in Oege. So wurde hier am 25. Februar 1900 der TuS Oege gegründet. Der Grotesche Saal wurde nach dem 2. Weltkrieg zum Kino.
Schließlich wird unter dem Titel „Noch eine Oeger Brücke“ das Foto eines hölzernen Brückenbauwerks vorgestellt, aufgenommen in den 1920er/30er Jahren. Es war eine frühe Verbindung zwischen den Hohenlimburger Stadtteilen Nahmer und Oege. Vier Momentaufnahmen Oeger Indus­triegeschichte runden den Blick auf den „Freistaat“ ab.

Die Abonnenten der Heimatblätter haben die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post erhalten. Im Einzelverkauf ist das Heft erhältlich bei der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in Elsey bei Lotto Marx an der Möllerstraße sowie in Hagen bei der Buchhandlung am Rathaus, Marienstraße. Es kostet im Jahres-Abo 42 Euro, einzeln 3,50 Euro.