Oma Heppe ist die Beste

Elsey. (anna) „Sagen Sie ’Danke’!“: Die neue Serie im wk findet heute wieder eine Fortsetzung. In dieser Folge bedankt sich Melanie Knöpfel bei ihrer Mutter Regine Heppe.

Melanie Knöpfel und Sohn Robin kämen ohne Oma Regina in ihrem Leben momentan nicht zurecht. Beide sind krank und auf Hilfe angewiesen. (Foto: Anna Linne)

Es traf sie wie ein Schlag in der schönsten Zeit ihres bisherigen Lebens. Bei der jetzt 36-jährigen Melanie Knöpfel aus Elsey wurde vor vier Jahren ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert. Es hatte keine Anzeichen vorher gegeben. Im Kindergarten ihres Sohnes war sie dann beim gemeinsamen Frühstück einfach vom Stuhl gefallen.

Auch nach der Operation leidet die junge Frau noch an Epilepsie, die dringend medikamentös behandelt werden muss.

Auch der Enkel

Jetzt darf sie nicht mehr arbeiten, nicht mehr Auto fahren und ist nicht mehr sehr belastbar. „Die Diagnose traf mich mitten im Leben“, berichtet Melanie Knöpfel, „seit meiner Krankheit bin ich auf die Hilfe meiner Mutter Regina Heppe und meines Stiefvaters Eberhard Heppe angewiesen. Sie regeln mein ganzes Leben, weil ich kaum noch zu etwas in der Lage bin. Ich schaffe es, gerade so meinen Haushalt zu führen. Obwohl meine Mutter berufstätig ist, kann ich mich immer auf sie verlassen.“

Seit zwei Jahren ist auch der jetzt neunjährige Robin erkrankt. Er leidet unter unkontrollierbaren motorischen und vokalen Tics und wird jetzt im Herdecker Gemeinschaftskrankenhaus behandelt. „ Er hatte lange Zeit Medikamente gegen das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) bekommen und entwickelte daraufhin diese Tics“, ärgert sich die Mutter.

Nach der Operation besorgte Mutter Regina Heppe erst einmal eine Wohnung in ihrer Nähe, damit sie iher Tochter besser und einfacher helfen konnte. Sie tapezierte die Wände, verlegte die Böden und machte alles wohnlich. Jeden Tag fuhr Regina Heppe mit Sohn Robin ins Krankenhaus, erst nach Hagen und dann nach Bochum. Der Kleine sollte seine Mutter häufig sehen. Zweimal war Melanie Knöpfel dann in einer je vierwöchigen Reha-Maßnahme in Bad Driburg. „In dieser Zeit hat meine Mutter einen wahren Spagat hingelegt: Beruf während des Kindergartens, ihren Haushalt mit Kind bestritten und dann noch die kranke Tochter regelmäßig besucht, damit die ihren Robin sehen konnte. Das war eine Hammerleistung, die ich ihr nie vergessen werden“, ist sich die Genesene sicher, „ich werde ihr ein Leben lang dankbar sein.“

Aus tiefstem Herzen

„Jetzt kauft Oma für uns ein und schleppt die schweren Einkäufe in die Wohnung“, berichtet Robin, der aus dem Schwärmen über seine Oma gar nicht mehr heraus kommt. „Sie fährt uns überall hin, auch ins Krankenhaus, wenn wir wieder untersucht werden müssen. Opa Eberhard holt mich mittags von der Schule in Oege ab und spielt auch mit mir“, freut sich Robin.

Für Melanie Knöpfel ist es ganz wichtig, ihrer Mutter einmal ganz klar zu sagen, wie viel sie ihr bedeutet. Ihr Dank kommt aus tiefstem Herzen – und auch Robin weiß, was er an seiner Oma hat.

Kennen auch Sie jemanden, bei dem sie sich gerne bedanken würden? Haben auch Sie jemanden, der sehr nett zu Ihnen war oder Ihnen geholfen hat?

Vielleicht erinnern Sie sich an einen netten Busfahrer oder Müllwerker, eine nette Verkäuferin oder einen freundlichen Handwerker, eine verständnisvolle Lehrerin oder eine außergewöhnliche Krankenschwester.

Auch wenn die Person, bei der Sie sich bedanken wollen, aus der Familie oder dem Freundeskreis stammt, melden Sie sich in unserer Hagener Redaktion:

Telefon 02331 / 92255-27
E-Mail redaktion@wochenkurier.de