Onikon: Diskussion ums Gemeinwohl

Herdecke. Worauf warten wir noch, wenn es darum geht, unsere Umwelt zu schonen und nachhaltiger zu leben? Diese Frage wirft der Film „Worauf warten wir noch?“ auf, den die lokale Agendabeauftragte Sonja Fielenbach von der Stadt Herdecke gemeinsam mit dem Kino Onikon, Goethestraße 14, am Donnerstag, 17. Januar, 20 Uhr, präsentiert.

Als positives Beispiel zieht Regisseurin Marie-Monique Robin eine Kleinstadt im Elsass heran, die bei der Reduzierung des eigenen ökologischen Fußabdrucks voranschreitet.
Auf Initiative der französischen Stadt Ungersheim startete 2009 ein partizipatives Demokratieprogramm mit dem Titel „21 Aktionen für das 21. Jahrhundert“, das alle Aspekte des täglichen Lebens umfasst: Ernährung, Energie, Verkehr, Wohnen, Geld, Arbeit und Schule. „Autonomie“ ist das Schlüsselwort des Programms, das darauf abzielt, die Nahrungsmittelproduktion zu verlagern, die Abhängigkeit vom Öl zu verringern, die Energie-Bilanz und die Entwicklung erneuerbarer Energien zu fördern und die lokale Wirtschaft durch eine ergänzende Währung (den „Radis)“ zu unterstützen.

Im Anschluss an die Vorstellung stellen Rolf Weber und Dr. Claus Gößling vom Zweigverein „Gemeinwohl-Ökonomie Ennepe, Ruhr & Wupper“ die Idee der sogenannten Gemeinwohl-Ökonomie vor, bei der es weder Hungernde noch Umweltzerstörung geben soll. Danach diskutieren sie gemeinsam mit den Gästen, welche Visionen sie für eine Transformation unserer Region verfolgen und wie sie diese umsetzen möchten.
Der Eintritt zur Vorstellung ist ermäßigt und beträgt 3,50 Euro.
Der Film wird im französischen Originalton mit deutschen Untertiteln gezeigt.