Orgel trifft Posaune in Eilpe

Eilpe. (AnS) „Posaune trifft Orgel“ – so einfach könnte man das Konzert beschreiben, das am Samstag, 7. Februar 2015, um 19.30 Uhr in der Christuskirche Eilpe stattfindet. Ein Reigen klassischer Lieder ertönt im alten Mauerwerk an der Hohle Straße, wenn Orgelspiel den Bläserklang harmonisch begleitet.

Das Besondere: Während andere Musikgruppen sich über Nachwuchs beklagen, sieht es bei den Organisatoren dieses Konzerts etwas anders aus. Organist Simon Schuttemeier ist junge 17 Jahre, Dirigent Sebastian Holzhausen mit seinen 24 Lenzen kaum älter. Letzterer leitet seit rund drei Jahren den Posaunenchor Eilpe der dort ansässigen evangelischen Kirchengemeinde und konnte einige Jugendliche für sein Hobby begeistern. „Unser jüngster Spieler ist 16 Jahre alt“, erklärt der Theologiestudent, der immer wieder gern auch Anfänger zum Ausprobieren einlädt und die Generationen gut unter einen Hut bringt.

Denn einige ältere Musiker unterstützen die Gruppe: Viktor von Maier beispielsweise, seinerzeit Gründungsmitglied, bringt die Erfahrung mit und hat selbst früh angefangen: „Vor knapp 60 Jahren hatte ich als Jugendlicher eine Reihe gebrauchter Blasinstrumente in meinem Zimmer liegen“, erinnert er sich noch an den Beginn. Gemeinsam mit Freunden probierte er Tuba, Trompete und Co. aus, der Chor war geboren und blieb über diesen langen Zeitraum immer bestehen. Rund 20 Bläser proben derzeit einmal die Woche für Auftritte aller Art. Lernwillige sind immer willkommen.

Naturtalent

Organist Simon Schuttemeier ist das, was man gemeinhin ein Naturtalent nennt. Der Hagener brachte sich schon im Kindergartenalter das Klavierspiel bei, entdeckte bald seine Leidenschaft für die Orgel und war bereits in jungen Jahren als nebenamtlicher Kirchenmusiker tätig. Weitere Stationen: Studium an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen und zurzeit an der Folkwang-Universität der Künste. „Die Musik macht mir einfach Spaß“, erklärt er.

Klassische Stücke

Das was instrumentell, gerade in der Kirchenmusik, zusammengehört, wird mit dem Konzert in der Christuskirche zusammengebracht. Dabei war die Entstehung der Veranstaltung purer Zufall: „Wir haben uns bei einem Konzert von Simon in der Markuskirche kennen gelernt“, erklärt Sebastian Holzhausen. Man unterhielt sich, verstand sich auch über die Musik hinaus, irgendwann wurde die Idee mit einem gemeinsamen Auftritt geboren. „Diese Kombination birgt viele Möglichkeiten“, sind sich die beiden Nachwuchsmusiker einig. Die Stücke – von Bach über Händel bis Stanley – suchten sie gemeinsam aus, seit einigen Wochen wird fleißig geprobt. „Wir müssen auch auf das Können der einzelnen Spieler eingehen, keiner darf überfordert werden.“ Aber trotzdem soll es für den Chor und das Publikum anspruchsvoll sein, das klassische und auch doppelchörige Stücke zu Gehör bekommt.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, allerdings wird am Ausgang um Spenden für den Kinderhospizdienst Sternentreppe gebeten. Geselligkeit ist Trumpf, deshalb kann nach dem Auftritt bei einem kleinen Umtrunk Kontakt zu den Mitwirkenden geknüpft werden. Auch diese Einnahmen kommen dem Benefizgedanken zugute.