Hagen. Nach der 21:26-Niederlage des VfL Eintracht Hagen in Nordhorn, wollen die Grün-Gelben nun vor heimischen Publikum in der Krollmann-Arena wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Denn: Während Cheftrainer Niels Pfannenschmidt gegen Nordhorn eine „verdiente Niederlage“ sah, soll im Heimspiel wieder die Chance auf einen Sieg genutzt werden.

„Wir sind nach dem erfolgreichen Saisonstart wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen“, resümierte Pfannenschmidt abschließend über die Auswärtsniederlage. Mit 4:0-Punkten haben die Hagener allerdings eine noch blütenreine Weste in der eigenen Halle, die gegen das eingespielte Team der DJK Rimpar Wölfe auch keine Flecken bekommen soll.

Tubic kehrt zurück

Personell entspannt sich die Situation ein wenig für die Eintracht. Dragan Tubic fehlte in Nordhorn aus privaten Gründen, kehrte aber ziemlich sicher für das Heimspiel am Freitag (20 Uhr) in den VfL-Kader zurück. Bei Jonas Dell sieht der Trainer eine „50 zu 50-Chance auf einen Einsatz.“ Dell musste in der Auswärtspartie bereits nach wenigen Minuten mit Leistenproblemen die Platte verlassen. Für eine genau Diagnose ist der Leihspieler des Bergischen HC noch zur Abklärung bei Ärzten. „Einsatz ist noch unsicher“, so Pfannenschmidt.
Ansonsten sind alle Spieler – mit Ausnahme der Langzeitverletzten – für das Duell mit Rimpar fit.

Eingespieltes Team

„Wir treffen auf einen sehr eingespielten Gegner“, hebt Niels Pfannenschmidt einen Vorzug der Gäste hervor. Lediglich im Innenblock gab es personelle Wechsel.

Rimpar hat sich in den vergangenen Spielzeiten in 2. Handball-Bundesliga etabliert und deshalb erwartet der Cheftrainer der Grün-Gelben ein selbstbewusstes Auftreten der Gäste, die er auch in der Endabrechnung eher im Vorderfeld der Tabelle sieht.

Die Spielweise der „Wölfe“ so der Spitzname des Gastes, bezeichnet Pfannenschmidt als „sehr unangenehm“. Und das aus gutem Grund. Das 6:0-Abwehrsystem kann von dem eingespielten Team sowohl defensiv als auch offensiv interpretiert werden.

Erfahrener Keeper im „Wölfe“-Tor

Mit Max Brustmann steht zudem einer der besten Torhüter der Liga zwischen den DJK-Pfosten. Der 35-jährige Routinier, der bereits seit der Jugend im Verein ist, hat in dieser Saison im Durchschnitt 30,21 Prozent aller Würfe die auf sein Tor kamen entschärft. In den drei absolvierten Begegnungen hütete er zudem bereits über 160 Minuten lang das Tor und ist somit eine Art „Dauerbrenner“.

Fin Backs
Linksaußen Fin Backs wechselte 2018 von der MT Melsungen in das Wolfsrudel. (Foto: DJK Rimpar)

Doch Pfannenschmidt zeigt sich optimistisch, dass im eigenen „Wohnzimmer“ etwas Zählbares für die Hausherren rausspringt. „Wir wollen unsere Heimspiele gewinnen. Wichtig dabei ist, dass wir unser Tempospiel durchbringen“, gibt der Chefcoach die Marschroute vor.
Er warnt seine Mannen allerdings vor den Rückraum-Schützen Patrick Schmidt und Steffen Kaufmann, die er als Dreh- und Angelpunkte des DJK-Angriffs identifiziert hat. Geführt wird das Duo durch den 33-Jährigen Benjamin Herth. Außerdem werden die Abwehrspieler der Gastgeber versuchen die Anspiele zu den Kreisläufern zu unterbinden.

Die Rimparer ihrerseits haben durch die 17:21-Pleite gegen den VfL Lübeck-Schwartau wieder etwas gutzumachen. Vor allem in der ersten Halbzeit haben die „Wölfe“ viele einfache Gegenstöße zugelassen und gingen mit einem Sechs-Tore-Rückstand in die Kabine. Trainer Matthias Obinger fand wohl die richtigen Worte, denn nun bäumten sich die „Wölfe“ auf und zeigten ein anderes Gesicht als noch in Hälfte eins. Besonders Kaufmann und Kapitän Schmidt (mit fünf Treffern bester Werfer für die DJK) führten das Team in dieser schwierigen Phase an.

In der Volmestadt erwartet die Franken auf jeden Fall ein heimstarkes Team, dass von der personell verbesserten Situation profitieren will und den dritten Heimsieg in Folge feiern möchte.