Phoenix erhält Nachwuchs-Zertifikate

Hagen. Die Basketball Bundesliga hat Phoenix Hagen für seine Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Dabei wurde dem Klub in einem neuen Zertifizierungsverfahren einer von drei möglichen „Bällen“ verliehen. Damit gehören die Feuervögel zu den elf zertifizierten BBL-Vereinen. In vier von fünf Modulen sowie in der Gesamtpunktzahl liegt die Wertung von Phoenix Hagen deutlich über dem Ligaschnitt.

Zufrieden

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, sagt Phoenix-Jugendkoordinator Matthias Grothe erfreut. „Gerade unsere Schwerpunkte Schularbeit und Talentförderung in der NBBL und JBBL wurden mit sehr guten Ergebnissen belohnt.“ Benotet wurde Phoenix Hagen in den Modulen „Talentsuche“ mit 58 von möglichen 100 Punkten (BBL-Schnitt 55), „Talentdiagnose“ mit 49,5 Punkten (Schnitt 42), „Allgemeine Talentförderung“ mit 65 Punkten (Schnitt 55), „Altersspezifische Talentförderung“ mit 65,5 Punkten (Schnitt 66) sowie in der Gesamtbetrachtung mit 70 Punkten (Schnitt 53). Damit liegt der Klub in lediglich einer Kategorie um einen halben Punkt unter dem Durchschnitt.
Insgesamt ergibt sich für Phoenix Hagen eine Wertung von 307 von 500 möglichen Punkten. Auf dem ersten Rang liegt mit 379 Punkten Alba Berlin, der einzige Verein, der zwei „Bälle“ erreichte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bamberg (338) und Oldenburg (326). Neben diesen beiden Klubs und Phoenix Hagen wurden auch die Eisbären Bremerhaven, die Riesen Ludwigsburg, der Mitteldeutsche BC, der FC Bayern München, die Frankfurt Skyliners, Ulm sowie Würzburg mit einem „Ball“ ausgezeichnet.

Ansporn

Die Auszeichnung ist für Matthias Grothe auch ein Ansporn, die Jugendarbeit von Phoenix Hagen weiter zu verbessern: „Natürlich müssen wir an einigen Dingen vermehrt arbeiten“, sagt der 38-Jährige. „Dazu gehören insbesondere Internatsstrukturen, die heute weitgehend in der  BBL üblich sind, eine individuelle Förderung im U12/U14-Bereich sowie der Ausbau unseres Schulprogramms mit einer Schulliga und Schulvereinsteams.“ Dass Phoenix Hagen zu den zertifizierten Klubs gehört, sei aber ein großer Erfolg – gerade angesichts des neuen, sehr umfangreichen Verfahrens, das aus Fragenkatalog, Telefoninterviews und Vor-Ort-Besuchen besteht.

Hoher Standard

„Wir haben die Messlatte mit dem Zertifizierungsprozess bewusst etwas höher gelegt“, sagt der Sportliche und Kaufmännische Leiter der BBL, Jens Staudenmayer. Für Matthias Grothe eine nachvollziehbare Entscheidung: „Das neue Zertifizierungsverfahren sehe ich als wichtigen und richtigen Schritt der BBL, um die einzelnen Standorte besser unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen vergleichen und Ansätze zur Optimierung geben zu können“, sagt Grothe. Das frühere Bewertungssystem der BBL hatte einige Vereine in den Kategorien „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ ausgezeichnet. Phoenix Hagen war dabei als „sehr guter Nachwuchsstandort“ in die Rubrik „Silber“ eingeteilt worden.