Phoenix kämpft um den Klassenerhalt

Ein Wiedersehen gibt es am Samstag mit Mark Dorris: Der amerikanische Point Guard spielte in der vergangenen Saison sehr erfolgreich für Hagen und wechselte dann nach Ludwigsburg. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. (dh) Fünf Spiele sind es noch, dann ist die Basketball-Bundesliga-Saison 2011/2012 Geschichte. Das Schicksal und der Spielplan wollten es so, dass die abstiegsbedrohte Mannschaft von Phoenix Hagen noch gegen alle direkten Konkurrenten antreten muss. Den Auftakt macht das Spiel gegen EnBW Ludwigsburg am Samstag, 7. April 2012, um 19 Uhr in der Enervie-Arena am Ischeland.

Der Partie gegen den Vorletzten aus Ludwigsburg fällt dabei gleich die Bedeutung eines Schlüsselspiels zu. Ludwigsburg ist punktgleich mit Gießen und Hagen (16:42 Zähler). Phoenix könnte durch einen Erfolg gleich drei Schritte gehen: einen Sieg Vorsprung erlangen, den direkten Vergleich gegen Ludwigsburg gewinnen (das Hinspiel endete 94:81 für Hagen) und auch einen möglichen Dreiervergleich zu Ungunsten der Württemberger entscheiden. Eine Niederlage würde hingegen das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz bedeuten.

Der Ludwigsburger 91:72-Heimsieg gegen Bayreuth und die anschließende 73:87-Niederlage in Braunschweig charakterisieren das Dilemma der Mannschaft von Steven Key. In eigener Halle läuft es ordentlich, aber auswärts gab es bisher nur Niederlagen für Ludwigsburg. Das Team erfuhr zudem etliche Veränderungen: Center John Bowler fehlt seit Januar mit einer Knieverletzung; Aufbauspieler Jerry Green ist zwar wieder fit, wurde aber als achter Ausländer in den letzten Wochen nicht mehr aufgeboten, nachdem Power Forward Matt Howard (10,1 Punkte, 4,5 Rebounds) nachverpflichtet worden war.

Dominik Spohr kam letzte Woche gegen Berlin zum Einsatz: Mit 5 Punkten in knapp 12 Minuten Einsatz machte er eine gute Figur. (Foto: Jörg Laube)

„Unser Ziel ist Sieg“

Die kleinen Positionen besetzen darum Top-Scorer Alex Harris (12,9 Punkte), Anthony Fischer, der Ex-Hagener Mark Dorris und David McCray. Jeff Greer, Johannes Lischka und Matt Howard teilen sich die beiden Forward-Positionen, unterstützt von Tim Koch. Unter dem Korb wechseln sich der US-Amerikaner Kurt Looby und die Bosnier Ermin Jazvin ab. Weder von den Namen noch von den Statistiken sind die Ludwigsburger, von der sportlich unerwarteten Situation vielleicht ein wenig überrascht, ein Abstiegskandidat. „Wir sind seit Wochen auf dieses Spiel fokussiert. Unser Ziel ist der Sieg, aber auch für Ludwigsburg geht es um alles. Es wird ganz, ganz hart“, weiß Phoenix-Coach Ingo Freyer.

Die klaren Niederlagen in Berlin (86:114) und bei Meister und Pokalsieger Bamberg (69:97) waren für die Planungen der Feuervögel eher unbedeutend. Zu übermächtig waren die beiden derzeit wohl besten deutschen Mannschaften. „Wir haben in Bamberg 25, 26 Minuten gut mitgehalten. Durch die vielen Fouls mussten wir mehr wechseln als geplant und haben dadurch unseren Rhythmus verloren. Insgesamt habe ich – trotz der deutlichen Niederlage – ein gutes Gefühl aufgrund unseres Auftretens“, analysierte Freyer.

Personal-Sorgen

Sorgen bereitet ihm da schon eher die Personalsituation. Top-Scorer T.J. Carter verpasste beide Spiele wegen einer Verletzung an der Fußsohle. Bernd Kruel musste in Bamberg mit Knieproblemen passen. Wenigstens Tristan Blackwood, der wochenlang verletzt und krank ausgefallen war, gab in Bamberg ein beachtliches Comeback (12 Punkte). „Wir wollen alle drei Spieler wieder ins Training integrieren und hoffen, dass wir sie bis Samstag fit bekommen“, berichtet Ingo Freyer von der Krankenstation.