Phoenix kommt auf rund 53.000 Zuschauer

Hagen. (ph/ME) Phoenix Hagen hat die Saison 2014/2015 in der Basketball-Bundesliga auf dem 13. Tabellenplatz abgeschlossen. Daran änderte auch die 87:66 (42:38)-Niederlage am letzten Hauptrundenspieltag bei den Basketball-Löwen Braunschweig nichts. Vor 2.364 Zuschauern kämpften sich die Feuervögel nach zweistelligem Rückstand bis auf einen Punkt zurück. Letztlich mussten sie sich aber dennoch deutlich geschlagen geben. Wieder einmal setzte Phoenix-Headcoach Ingo Freyer stark auf die eigene Jugend.

Jasper Günther (r.) war sowohl letzten Freitag in Hagen (mit 25 Punkten) als auch am Sonntag in Berlin (17 Punkte, 7 Assists) gegen Alba einer der überragenden Phoenix-JBBL-Spieler. (Wk-Foto: Jörg Laube)
Jasper Günther (r.) war sowohl letzten Freitag in Hagen (mit 25 Punkten) als auch am Sonntag in Berlin (17 Punkte, 7 Assists) gegen Alba einer der überragenden Phoenix-JBBL-Spieler. (Wk-Foto: Jörg Laube)

NBBL/JBBL: Beide Teams in Endrunde

Den Feuervögeln fehlte – wie bereits in den letzten vier Partien – Kapitän David Bell (Ellbogenverletzung). Auch Zamal Nixon (Magen-Darm-Grippe) war nicht einsatzbereit, sodass Freyer nur vier Importspieler zur Verfügung standen. Dafür waren die Nachwuchsspieler Jonas Grof und Marcel Keßen wieder an Bord, die zuvor mit einem Sieg der Phoenix Juniors gegen die Young Dragons den Einzug ins diesjährige NBBL-TOP4 gesichert hatten.

Apropos Jugendarbeit. Phoenix Hagen feiert den größten Erfolg der Klubgeschichte: Eine Woche nach den Phoenix Juniors haben sich auch die Phoenix Youngsters für das NBBL/JBBL TOP4 qualifiziert. Die Youngsters gewannen beim Favoriten Alba Berlin mit 76:57 (34:28) und gehören damit ebenso wie die Juniors zu den vier besten Mannschaften Deutschlands in ihrer Altersklasse. Das NBBL/JBBL TOP4 findet am 16. und 17. Mai 2015 in der Hagener Enervie-Arena am Ischeland statt.

In der Serie „Best-of-Three“ setzte sich das Hagener U16-Team von Matthias Grothe sensationell mit 2:1-Siegen durch. Nach einem 97:85-Erfolg nach Verlängerung in Berlin und einer 63:70-Heimniederlage am Maifeiertag kam es am Sonntag zu einem Entscheidungsspiel in Berlin. In der Max-Schmeling-Halle trumpften die Youngsters souverän auf. Vier Spieler punkteten zweistellig, angeführt von Jasper Günther (17). Beim Endturnier in eigener Halle treffen die Youngsters auf die Young Dragons, den TSV Breitengüßbach und BBA Ludwigsburg. Die Halbfinalpaarungen werden in der kommenden Woche ausgelost.

„Das ist wirklich unfassbar. Schon die Qualifikation unseres NBBL-Teams war ein großer Erfolg. Dass es unsere JBBL-Mannschaft jetzt mit zwei Siegen bei Alba Berlin ebenfalls geschafft hat, ist ein Riesending“, freut sich Hagens Geschäftsführer Oliver Herkelmann.

Die von Falk Möller betreuten Juniors hatten sich im U19-Bereich eine Woche zuvor mit zwei Siegen gegen die Young Dragons durchgesetzt. Die Hagener Gegner für das NBBL-Endturnier werden in den Duellen zwischen Alba und Oldenburg, dem FC Bayern und Breitengüßbach sowie zwischen Ulm und Eintracht Frankfurt ermittelt.

Tickets für das Endturnier gibt es im Vorverkauf online.

Niklas Geske setzte trotz der Niederlage gegen die Braunschweiger Löwen wieder Akzente im Spiel der Feuervögel. Wird er der neue Phoenix-Star? (Wk-Foto: Jörg Laube)
Niklas Geske setzte trotz der Niederlage gegen die Braunschweiger Löwen wieder Akzente im Spiel der Feuervögel. Wird er der neue Phoenix-Star? (Wk-Foto: Jörg Laube)

Fortan ohne die Dragons

Eine überraschende Meldung kam am Ende der Saison noch aus Quakenbrück: die Dragons haben – sozusagen ohne Vorwarnung – ihr Team aus der ersten Bundesliga abgemeldet, obwohl die Mannschaft in Südwest-Niedersachsen mit rund 3000 Gästen pro Partie erneut ein Besuchermagnet war.

Die Zuschauerzahlen in der Basketball-Bundesliga befinden sich weiter auf einem stabil sehr hohen Niveau. Mit durchschnittlich 4.431 Besuchern (1.355.923 absolut) wurde der zweitbeste Wert in der Liga-Geschichte nach Abschluss der Hauptrunde erzielt. Jedoch ist, im Vergleich zur Hauptrunden-Saison 2013/2014, ein leichter Rückgang von 1,4 Prozent zu verzeichnen – in der vergangenen Spielzeit sahen 4.494 Besucher die 306 Begegnungen. Die aktuelle Auslastungsquote liegt bei 83,7 Prozent – wobei die Arenen in Bamberg, Ulm und Quakenbrück zu 100 Prozent ausgelastet waren.

Die meisten Fans lockte erneut Alba Berlin an: Insgesamt 168.507 Zuschauer (9.912 im Schnitt) sahen die 17 Heimspiele in der Hauptstadt. Auf den Plätzen zwei, drei und vier mit ebenfalls über 100.000 Zuschauern folgen die Bamberger Baskets (115.600/ 6.800), Ulm (103.600/ 6.094) und Bayern München (102.195/ 6.011). Phoenix Hagen belegt Platz 12 (53.038/ 3.120) knapp vor den Dragons und vor Braunschweig.