Phoenix verliert nach großem Kampf

Hagen. (Red.) Einem der stärksten
Gegner in der Basketball-Bundesliga bot Phoenix Hagen am Samstag, 26.
November, bis zum Schlussviertel Paroli. Am Ende siegte der FC Bayern München am
11. Spieltag aber mit 97:77 (44:34). Dennoch gab es nach der Partie von den
2.807 Zuschauern in der Arena am Ischeland verdienten Applaus für die
Feuervögel. Center Owen Klassen, nach zwei Spielen verletzungsbedingter Pause
zurückgekehrt, wurde mit 18 Punkten Hagens Topscorer – und auch die
Youngsters der Feuervögel trugen zu einem sehenswerten Spiel bei.

Die
Feuervögel begannen mit Jonas Grof, Chris Hass, David Godbold, Owen Klassen und
Trent Plaisted. In Klassen und Julian Jasinski sowie Pascal Zahner-Gothen
kehrten gleich drei Spieler zurück, die noch in Ulm angeschlagen gefehlt hatten.
Kapitän David Bell litt dagegen an einem Magen-Darm-Infekt und musste
bereits das Aufwärmtraining abbrechen.

Vom
Sprungball an, den Owen Klassen für sich entschied, hielten die Feuervögel der
scheinbaren Übermacht der Bayern viel Kampf und Einsatz entgegen. Der kanadische
Center war es auch, der mit dem 2:0 für Phoenix die ersten Punkte der Partie
holte. Nachdem München zweimal ausgeglichen hatte, holte Jonas Grof mit viel Zug
zum Korb zum 6:4 die Führung zurück (3.). Danach wurden die Gäste stärker und
setzten sich bis Viertelende leicht auf 14:21 ab.

Phoenix
blieb weiter dran und zeigte einige sehenswerte Aktionen. Als Hass
zwischenzeitlich auf 22:26 verkürzte, jubelte die Halle (14.). Adam Hess traf
den ersten Dreier der Partie zum 27:32 (17.). Doch erneut bündelten die Bayern
im Laufe des Viertels ihre Kräfte. Nun fielen auch bei ihnen die Distanzwürfe
durch Alex King (17.) und den früheren NBA-Profi Nick Johnson (20.). Bis zur
Halbzeit erarbeiteten sie sich so ein 34:44.

Mitte des
dritten Viertels wurde es richtig eng, als sich zunächst ein spektakulärer
Dreier von Hass zum 48:52 ins Netz senkte (25.). Direkt darauf stahl Grof
zunächst Gavel den Ball und brachte nach Foul von Kleber beide Freiwürfe im Korb
unter. Phoenix kam so auf zwei Punkte heran. Die Bayern antworteten mit zwei
Dreiern von King (26.) und führten später wieder zweistellig. Phoenix kam auf
60:68 zurück und gewann das Viertel mit 26:24.

Den Gästen
war anzumerken, dass sie nun auf eine Vorentscheidung drängten. Mehr als 13
Punkte Vorsprung, etwa nach Danilo Barthels Korbleger zum 65:78 (33.), konnten
sie sich zunächst aber nicht herausspielen. Erst in den Schlussminuten kamen bei
den Feuervögeln einige Konzentrationsfehler hinzu. Bayern setzte sich
zwischenzeitlich auf

73:95 ab
(38.). Durch Keßen und Zahner-Gothen verkürzte Phoenix noch auf
77:95.

Mit
Herz und Hand

Phoenix
Hagen leistete Großes gegen die Bayern: Mit dem Herz in der Hand zwangen die
Feuervögel die in jeder Hinsicht überlegenen Gäste in einen Fight mit
Pokalcharakter, solange die Kräfte reichten. Beachtlich, was jeder
Phoenix-Akteur zeigte. Stellvertretend seien Jonas Grof und Pascal Zahner-Gothen
genannt, die in Abwesenheit von David Bell beherzt den Spielauflauf übernahmen.
Erst in der Schlussphase hatte Phoenix Hagen den tief besetzten Bayern nicht
mehr genug entgegenzusetzen.

Sogar
Bayerns Trainer Aleksandar Djordjevic applaudierte am Schluss: „Sie haben in
einer für sie schweren Situation sehr gut gespielt. Wir mussten viel leisten, um
zu gewinnen.“

Was wird aus Phoenix?

Am
Montag, 28. November, werden beim Sponsorentreffen die Zahlen offen gelegt
und entschieden, wie es mit Phoenix weitergeht.