Phoenix will nach erster Pleite wieder siegen

Larry Gordon zeigte in Bonn am vergangenen Sonntag erneut ein sehr gutes Spiel: Mit 23 Punkten war der US-Amerikaner nicht nur Topscorer, mit neun Rebounds lag er auch in dieser Kategorie ganz vorn. Hier setzt er sich gegen den Bonner Donatas Zavackas durch. (Foto: Jörg Laube)
Larry Gordon zeigte in Bonn am vergangenen Sonntag erneut ein sehr gutes Spiel: Mit 23 Punkten war der US-Amerikaner nicht nur Topscorer, mit neun Rebounds lag er auch in dieser Kategorie ganz vorn. Hier setzt er sich gegen den Bonner Donatas Zavackas durch. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. Erstmals muss Phoenix Hagen in der laufenden Beko-BBL-Saison an einem Samstag aufs Feld. Um 19 Uhr am 26. Oktober 2013 erwartet die Mannschaft von Ingo Freyer die New Yorker Phantoms Braunschweig in der Enervie-Arena am Ischeland. Dann trifft der Tabellenfünfte auf den Siebten. Beide Teams wollen Wiedergutmachung für die am letzten Wochenende erlittenen Auswärtsniederlagen.

Die New Yorker Phantoms aus Braunschweig sind insgesamt gut aus den Startlöchern gekommen. Drei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber. Daheim gab es Erfolge gegen Ulm, Trier und Bremerhaven, auswärts verloren die Niedersachsen in Bayreuth und in Ludwigsburg. Neuer Trainer ist Raoul Korner, der von den Eiffel-Towers Den Bosch kam. Der Österreicher soll die Niedersachsen wieder in die Playoffs führen, die sie im vergangenen April erstmals nach drei Teilnahmen in Folge nur vom Fernsehsessel aus verfolgen durften.

Neue Spieler: Phantoms verstärkt

Spektakulär haben sich die Braunschweiger auch auf dem Feld verstärkt. Der Vorzeige-Zugang schlechthin ist Isiah Swann. Der Guard mit ausgeprägter Scorer-Mentalität führte Ulm in der Saison 2011/2012 bis ins Finale der Beko-BBL, bevor er in die Türkei wechselte. Dass die Phantoms ihn zurück nach Deutschland geholt haben, sorgte für viel Aufsehen in der Liga. 15 Punkte erzielt der 28-Jährige bisher im Schnitt – obwohl er zuletzt beim 77:79 in Ludwigsburg komplett leer ausging. Gegen Bremerhaven waren Swann in der Woche zuvor noch 32 Zähler gelungen.

Mit dem kanadischen Forward Aaron Doornekamp (aus Caserta/ Italien) und Heimkehrer Kyle Visser (aus Radnicki/ Serbien) kamen zwei weitere gestandene Akteure nach Deutschland. Der Spielaufbau liegt jetzt in den Händen von James Florence (11,2 Punkte im Schnitt), der aus Ungarn geholt wurde. Die beiden Deutschen Robert Kulawick und Achmadschah Zazai (aus Gießen) unterstützen Florence und Swann im Backcourt.

Nach Niederlage: Phoenix will siegen

Statistisch auffällig sind die Phantoms vor allem in zwei Kategorien. Die Ergebnisse fallen eher niedrig aus (73:74 im Schnitt – Phoenix: 86:87). Außerdem sind die Braunschweiger mit 9,2 Steals die besten Balldiebe der Beko-BBL. Angeführt wird die Phantoms-Verteidigung von Routinier Immanuel McElroy. Ebenfalls stark, und das nicht nur in Defense: Das routinierte Center-Duo Kyle Visser/Harding Nana sammelt gemeinsam durchschnittlich 20 Punkte und zwölf Rebounds pro Partie.

Phoenix Hagen hat seit Sonntag den ersten Flecken auf der weißen Liga-Weste. Das 86:105-Endergebnis bei den Telekom Baskets Bonn klingt aber ernüchternder, als es der Spielverlauf eigentlich war. Drei Minuten vor dem Ende waren die Hagener beim Stande von 87:81 für die Baskets noch in Schlagdistanz. Ein Bonner 18:0-Run, begünstigt durch ein unsportliches Foul gegen Keith Ramsey und ein technisches Foul gegen die Bank, sorgte dann für klare Verhältnisse. Während die Guards der Feuervögel schwächelten – Henry Dugat, David Bell, Ole Wendt und Mark Dorris erzielten gemeinsam nur 19 Punkte – zeigten sich Larry Gordon (23 Punkte) und Nikita Khartchenkov (21 Punkte) gut aufgelegt.