Politik und Fan-Feste

Hagen. (san) Die Weichen für die zukünftige politische Arbeit wurden in den Hagener Bezirken – nachdem Haspe schon in der Woche zuvor den Anfang gemacht hatte – jetzt mit etlichen konstituierenden Sitzungen gestellt.

So sitzt im Hagener Norden Heinz Dieter Kohaupt (CDU) der Bezirksvertretung vor. Er wurde mit zwölf von 14 Stimmen zum Bezirksbürgermeister gewählt.

In Hohenlimburg bleibt Hermann-Josef Voss (CDU) Bezirksbürgermeister. An seiner Seite stehen gleich zwei Stellvertreter: Mark Krippner von der SPD sowie Karin Nigbur-Martini von Hagen Aktiv.

Der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl steht weiterhin der bisherige Bezirksbürgermeister Michael Dahme (SPD) vor. Der Dahler Peter Neuhaus (CDU) wurde, wie in der Legislaturperiode zuvor, zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt. Die BV hatte sich zuvor auf einen einzigen Stellvertreter geeinigt.

Der neue Bezirksbürgermeister für Hagen Mitte heißt Arno Lohmann (SPD). Dem Nachfolger von Jürgen Glaeser wählte man ebenfalls gleich zwei Stellvertreter zur Seite, was gegen das Einspar-Votum des Stadtrates steht: Hans-Joachim Junge von der CDU und Jacques Kempkens von Hagen Aktiv.

Kurz darauf kam es zum Eklat: Nur Stunden nach der Wahl zum Vize-Bürgermeister gab Jacques Kempkens seinen Wechsel von Hagen Aktiv zur europakritischen AfD bekannt. Damit erreicht deren bisher zweiköpfige Gruppe den Fraktionsstatus. Diese Entscheidung löste eine Welle der Empörung unter den anderen Fraktionen aus – Kempkens reagierte zügig:

Zu meiner politische Entscheidung stehe ich weiterhin! Lege aber das repräsentative Amt des 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeister nieder und trete mit sofortiger Wirkung zurück.

Die Hagener SPD fasste unterdessen den Beschluss, Horst Wisotzki für das Bürgermeisteramt der Stadt Hagen zu nominieren.

Und noch eine Personalie: Festlich feierte die AWO Hagen-MK die Staffelübergabe der Geschäftsführung. Hubert Puder wurde im Helfer Helmut-Turck-Zentrum verabschiedet und Birgit Buchholz als neue Spitze begrüßt.

Neben dem Polit- und Personal-Geschehen beherrschte natürlich wie überall die Fußball-WM die Gespräche in der Stadt. Und so wartete man denn gespannt auf das deutsche Spiel gegen die USA, womit der Einzug ins Achtelfinale gesichert werden sollte – und wurde. An mehreren Orten in der Stadt gab es gelungene Public-Viewing-Feste. Unmittelbar nach dem Sieg am Donnerstag traf man sich am Bahnhof, um wieder den Fan-Autokorso zu starten – mit rund 1500 Teilnehmern und bis zu 500 Autos.